Preismissbrauch: Telekom-Konkurrenten bekommen Schaden kaum ersetzt

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Telekom-Konkurrenten haben es weiterhin schwer

von Jürgen Berke

Den Wettbewerbern der Deutschen Telekom hat es kaum genutzt, dass der Europäische Gerichtshof das Bonner Unternehmen im Oktober 2010 für schuldig erklärte, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben.

Von den 612,5 Millionen Euro, die acht Festnetzanbieter (Vodafone, Telefónica, Versatel, Ewetel, Netcologne, M-Net, QSC und Dokom)der ersten Stunde auf Basis dieses Urteils zivilrechtlich als Schadensersatz einforderten, konnten in den sechs bisher abgeschlossenen Vergleichsverhandlungen deutlich weniger als 20 Prozent durchgesetzt werden. Insgesamt beläuft sich der Schadensausgleich auf weniger als 100 Millionen Euro. Das haben Recherchen der WirtschaftsWoche ergeben. Noch offen ist, wie die Schadensersatzklagen von Versatel und Ewetel ausgehen. Die beiden Regionalanbieter schlagen bisher einen Vergleich aus.

Der Europäische Gerichtshof  hatte die Bonner zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 12, 6 Millionen Euro verurteilt, weil die Telekom von ihren Konkurrenten einen höheren Preis für die Nutzung der Hausanschlüsse verlangt hatte als von den eigenen Kunden. Das Monopol der Deutschen Telekom fiel 1998.

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