Protonet: Hamburger Start-up ist zahlungsunfähig

Protonet: Hamburger Start-up ist zahlungsunfähig

, aktualisiert 08. Februar 2017, 20:38 Uhr
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Die Gründer der Protonet-Betriebs-GmbH, Ali Jelveh (l.) und Christopher Blum, informierten die Investoren über die Zahlungsunfähigkeit.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein norddeutsches IT-Start-up ging mit großen Ambitionen an den Start: Ziel war der Aufbau eines datenschutzfreundlichen Cloud-Dienstes. 2014 sorgte das für einen Crowdfunding-Rekord. Jetzt sind die Hamburger pleite.

HamburgDas für seine datenschutzfreundlichen Server bekannte Hamburger Start-up Protonet ist zahlungsunfähig. Man habe für die Protonet-Betriebs-GmbH beim Amtsgericht Hamburg einen Insolvenzantrag gestellt, teilte Firmen-Gründer Ali Jelveh am Mittwoch mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Magazins t3n.de.

In einer Mitteilung an die Investoren begründete Jelveh die Insolvenz mit einer Absage eines wichtigen Geldgebers: „Einen der Lead-Investoren konnten wir leider nicht überzeugen und somit die für uns essentielle und notwendige nächste Finanzierungsrunde nicht erfolgreich abschließen.“

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Protonet hatte 2014 mit einem Crowdfunding-Rekord auch international Schlagzeilen gemacht. Drei Millionen Euro wurden damals von über 1800 Kleininvestoren eingesammelt, um die Entwicklung eines Servers für kleinere Unternehmen und Privathaushalte zu finanzieren, der wie große Cloud-Dienste funktioniert, aber die sensiblen Daten nicht nach außen verlagert.

Im Kontext des später gescheiterten Smart-Home-Projektes „Zoe“ war Protonet beim legendären kalifornischen Startup-Programm „Y Combinator“ aufgenommen worden. Die damit verbundene Gründung einer Konzernmutter in den USA stieß bei etlichen Alt-Investoren in Deutschland auf scharfe Kritik. Was aus der Protonet Inc. wird, steht bislang noch nicht fest.

Von der Insolvenz seien die Daten auf den Protonet-Servern der Kunden nicht betroffen. Allerdings werde der Zugriff über die Adresse name.protonet.info „im Laufe der nächsten Wochen sehr wahrscheinlich eingestellt“.

Quelle:  Handelsblatt Online
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