Quartalsbilanz: SAP wächst langsamer

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Quartalsbilanz: SAP wächst langsamer

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Die Einfahrt zur Konzernzentrale von SAP in Walldorf.

SAP baut sein Cloud-Geschäft aus: Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 32 Prozent. Weniger rosig sieht es allerdings im wichtigen Software-Bereich aus. Auch starke Währungseffekte machen dem Konzern zu schaffen.

Europas führender Softwarekonzern SAP hat das Geschäft mit Mietsoftware aus der Cloud zu Jahresbeginn kräftig ausgebaut. Der Umsatz in der als zukunftsträchtig geltenden Sparte stieg von Januar bis März um 32 Prozent auf 221 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt damit noch immer bei nur knapp sechs Prozent, wächst aber stetig. Da die Kunden des Marktführers für Software zur Firmensteuerung nun stärker auf die Mietsoftware setzen, die SAP gegen jährliche Gebühren über das Internet anbietet, kaufen sie allerdings weniger Software-Lizenzen. Der Software-Umsatz ging um fünf Prozent auf 623 Millionen Euro zurück.

Der Konzern sei auf gutem Weg, der weltweit führende Cloud-Anbieter zu werden, erklärten die beiden Vorstandschefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. Einen Vorteil erhofft sich das in Walldorf ansässige Unternehmen auch von der Kombination des Cloud-Geschäfts mit seiner Plattform für Echtzeit-Anwendungen Hana, die riesige Datenmengen in kürzester Zeit verarbeiten kann. Bei Cloud-Software müssen Kunden keine Lizenzen mehr kaufen und bei sich installieren, sondern können flexibel über das Internet Programme nutzen oder Daten speichern. Bisher ist SAP in dem Markt weltweit die Nummer zwei hinter dem auf Einkaufs- und Vertriebssoftware spezialisierten US-Anbieter Salesforce. Dieser will in diesem Jahr umgerechnet 3,8 Milliarden Euro Umsatz machen, während SAP im Cloud-Geschäft nach wie vor Erlöse von rund einer Milliarde Euro anpeilt.

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Trotz der Umstellung auf das noch weniger profitable Cloud-Geschäft hielt SAP die Gewinnspanne im ersten Quartal stabil bei 24,8 Prozent. Allerdings hinterließ die Euro-Stärke erneut tiefe Spuren. So stieg der Gesamtumsatz um zwei Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei sechs Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) kletterte ebenfalls um zwei Prozent auf 919 Millionen Euro - hier machte die Schwäche der Währungen in Asien oder Amerika fünf Prozentpunkte aus. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Betriebsgewinn von 961 Millionen Euro gerechnet.

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