Quartalsbilanz: Telekom spart sich zu überraschend hohem Gewinn

Quartalsbilanz: Telekom spart sich zu überraschend hohem Gewinn

, aktualisiert 10. November 2011, 07:55 Uhr
Bild vergrößern

Bei der Telekom wird gespart - und das zahlt sich aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Vodafone hat mit starken Zahlen vorgelegt - heute kann die Telekom nachziehen: Der Bonner Konzern verdient mehr als erwartet. Allerdings nicht in erster Linie dank eines gut laufendes Geschäftes.

BonnDie Deutsche Telekom hat dank eines harten Sparkurses ihren Gewinn überraschend gesteigert. Der Überschuss stieg im dritten Quartal um 15 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro, wie der Bonner Konzern am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit lediglich 820 Millionen Euro gerechnet, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr entsprochen hätte. Entscheidend zu dem Gewinnplus beigetragen habe, dass die Kosten seit Jahresanfang um 1,5 Milliarden Euro gedrückt werden konnten, erklärte die Telekom.

Angesichts der trüben Konjunkturaussichten auf vielen Märkten hält der ehemalige Staatsmonopolist an dem Ziel fest, seine Ausgaben von 2010 bis 2012 insgesamt um 4,2 Milliarden Euro zu drücken. „In unseren Anstrengungen dürfen wir nicht nachlassen, da die Herausforderungen noch wachsen werden“, sagte Konzernchef Rene Obermann. Gegenwind gab es vor allem im wichtigen Deutschland-Geschäft. Wegen einer Gebührensenkung im Mobilfunk ging der operative Gewinn hier um ein Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück - der Deutschland-Umsatz schrumpfte sogar um fünf Prozent auf sechs Milliarden Euro.

Anzeige

Der Konzernumsatz ging im abgelaufenen Vierteljahr inklusive des US-Geschäfts um sechs Prozent auf 14,67 Milliarden Euro zurück. In diesem Jahr erwartet der Vorstand des 205.000 Mitarbeiter starken Konzerns unverändert ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von 19,1 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten kamen davon 14,07 Milliarden Euro zusammen.


US-Geschäft belastet

Größter Unsicherheitsfaktor für die Telekom, an der der Bund noch 32 Prozent hält, ist weiterhin T-Mobile USA. Eigentlich soll die Mobilfunktochter für 39 Milliarden Dollar an den Branchenriesen AT&T gehen, doch stemmte sich die US-Regierung vor zwei Monaten gegen den Deal. Die beiden Konzerne ringen nun mit den Behörden um einen Kompromiss - ansonsten wollen sie den Fall im Februar vor Gericht ausfechten. Bis Mitte nächsten Jahres soll die Transaktion über die Bühne sein.

Gestern hatte der Wettbewerber Vodafone stark vorgelegt: Der weltgrößte Mobilfunker blieb im dritten Quartal auf Wachstumskurs und profitierte dabei insbesondere von seiner starken Position in Schwellenländern wie der Türkei und Indien. Dort allerdings ist der Bonner Dax-Konzern gar nicht vertreten.

Kritisch ist auch die Lage in Griechenland. Vodafone musste wegen der schweren Krise in Hellas jetzt den Bilanzwert seiner griechischen Tochter um eine halbe Milliarde Euro nach unten korrigieren. Auch die Telekom könnte in Griechenland von massiven Abschreibungen belastet werden, befürchten Analysten.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%