Quartalserwartungen: Mittelklasse-Smartphones bescheren Samsung Gewinnsprung

Quartalserwartungen: Mittelklasse-Smartphones bescheren Samsung Gewinnsprung

Das operative Ergebnis von Samsung ist im ersten Quartal um fast 53 Prozent gestiegen. Außerdem eröffnet Samsung in den USA erste Filialen und greift die Konkurrenz damit auf breiter Front an.

Der starke Absatz von Mittelklasse-Smartphones hat Samsung Electronics im ersten Quartal einen soliden Gewinnsprung beschert. Wie die weltgrößte Technologiefirma nach Umsatz am Freitag bekanntgab, stieg das operative Ergebnis von Januar bis März um 53 Prozent auf umgerechnet sechs Milliarden Euro (8,7 Billionen Won). In der Nebensaison nach dem wichtigen Weihnachtsgeschäft gelang dem südkoreanischen Konzern damit allerdings kein neuer Rekordgewinn wie in den vorangegangenen fünf Quartalen.

Analysten sind sich allerdings sicher, dass Samsung bereits im laufenden Quartal wieder einen Spitzenwert markieren wird - dank des neuen Smartphones Galaxy S4. Obwohl Samsung verstärkt Apples iPhone und iPad mit Premiumprodukten Konkurrenz macht, haben die Südkoreaner die Mittelklasse- und Günstig-Angebote nicht vernachlässigt. Günstigere Modelle wie das Rex oder Galaxy Pop sorgen dafür, dass es in der Kasse klingelt. Samsung schätzt, dass der Umsatz von Januar bis März bei knapp 36 Milliarden Euro lag. Laut Analysten wurden wahrscheinlich 68 bis 70 Millionen Smartphones abgesetzt und damit etwas mehr als im Weihnachtsquartal. Bei Apple rechnen die Experten hingegen mit einem Einbruch um 30 Prozent auf etwa 30 Millionen verschiffte iPhones.

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Angriff auf Apple

Außerdem erobert Samsung nun auch noch die amerikanischen Fußgängerzonen und Shoppingmalls und eröffnet eigene Boutiquen. Der Elektronikkonzern arbeitet mit dem größten US-Elektronikhändler Best Buy zusammen und wird in mehr als 1400 von dessen Läden eigene Verkaufsflächen einrichten. Bis zum Frühsommer sollen alle Samsung-Shops fertig sein, erklärte Samsung.

Samsung ist der schärfste Rivale von Apple bei Smartphones und Tablet-Computern. Erst kürzlich hatte der Elektronikkonzern mit großem Getöse sein neues Smartphone Galaxy S4 in New York vorgestellt. Es soll Apples iPhone die Kunden abspenstig machen.

Ausbildung direkt von Samsung

Auf dem wichtigen US-Markt fährt Samsung schon seit einiger Zeit eine aufwändige Marketingkampagne. Momentan stammt allerdings noch jedes zweite in den USA verkaufte Smartphone von Apple. Weltweit hat Samsung dagegen bereits die Führungsrolle übernommen. Apple hat in den USA bislang einen Heimvorteil, auch weil die Kalifornier hier viele eigene Läden betreiben. Die Entscheidung, auch diesen Vorteil anzugreifen, kam nach einem Test in einem der Best-Buy-Läden im US-Bundesstaat Texas. In den Läden sollen nicht nur Smartphones, sondern auch Kameras und Tablets der Hersteller verkauft werden.

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Die Angestellten in den Läden sollen, ähnlich wie bei Apple, direkt von Samsung ausgebildet werden, schreibt das „Wall Street Journal“. Wie im vielgerühmten Apple-Store-Konzept, können Besucher der Samsung Boutiquen Geräte ausprobieren. Die finanziellen Details des Deals zwischen dem Smartphonehersteller und der Elektronik-Kette wurden nicht bekannt. Der Deal dürfte nicht nur für Samsung eine Chance sein, sich noch besser im US-Markt behaupten zu können – Best Buy verspricht sich davon eine bessere Stellung gegen die Konkurrenten Amazon und Walmart. Die Aktien des Elektronikverkäufers legten nach Bekanntwerden der Nachricht um 16 Prozent zu.

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