Quartalszahlen: AMD muss hohe Verluste hinnehmen

Quartalszahlen: AMD muss hohe Verluste hinnehmen

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AMD kommt nicht aus den Problemen heraus. Das vergangene Quartal lief für den zweitgrößten Chiphersteller deutlich schlechter als erwartet

Prozessoren für PCs zu verkaufen ist derzeit ein schlechtes Geschäft. Der Intel-Konkurrent AMD wird hart von der Flaute getroffen. Das Geschäft mit Spielekonsolen federt die Rückgänge allerdings etwas ab.

Der schwache PC-Markt macht dem Chip-Konzern AMD schwer zu schaffen. Der Umsatz brach im ersten Quartal im Jahresvergleich um gut ein Viertel auf 1,03 Milliarden Dollar ein. Der Verlust wuchs auf 180 Millionen Dollar an, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte AMD noch 20 Millionen Dollar verloren.

Das Problem lag vor allem im Geschäft mit Prozessoren und Grafik-Chips für PCs. Der Umsatz der Sparte fiel um 38 Prozent auf 532 Millionen Dollar und sie fuhr einen operativen Verlust von 75 Millionen Dollar ein. Zu dem Konzernverlust trugen auch Abschreibungen und Restrukturierungskosten von 87 Millionen Dollar bei. Auslöser ist vor allem der Ausstieg aus dem Geschäft mit sogenannten Microservern, die auf Chips mit niedrigem Energieverbrauch aufbauen.

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Die Aktie verlor nachbörslich mehr als elf Prozent. Der Umsatz im ersten Quartal lag unter den Markterwartungen, der Verlust war höher als prognostiziert und auch der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte.

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AMD ist der deutlich kleinere Wettbewerber des Chip-Konzerns Intel, der im vergangenen Quartal ebenfalls von den schwachen Geschäft mit Notebooks und Desktop-Rechnern getroffen wurde. Unternehmen und Verbraucher greifen statt PCs verstärkt zu Smartphones und Tablets, Chips für die zumeist von anderen Anbietern geliefert werden.

Intel hilft ein gutes Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren, AMD setzt auf die Ausrüstung von Spielekonsolen und konnte sich einen Platz in Geräten der großen Hersteller Sony, Microsoft und Nintendo sichern. Die AMD-Sparte, in der dieses Geschäft untergebracht ist, verzeichnete auch Rückgänge, vor allem wegen eines Rückgangs beim Verkauf von Server-Chips. Ihr Umsatz sank um sieben Prozent auf 498 Millionen Dollar und der operative Gewinn von 85 auf 45 Millionen Dollar.

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