Quartalszahlen: BlackBerry verfehlt Erwartungen

Quartalszahlen: BlackBerry verfehlt Erwartungen

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Das BlackBerry Q10.

BlackBerry verzeichnet zwar einen deutlichen Anstieg beim Software-Umsatz, die Anleger sind trotzdem nicht überzeugt. Sie zweifeln an der Nachhaltigkeit des Erfolgs.

Mit dem neuen Fokus auf Software kann BlackBerry den Markt nicht überzeugen. Zwar setzte der Smartphone-Pionier in der Sparte mit 137 Millionen Dollar im ersten Quartal mehr als doppelt so viel um wie im Vorjahreszeitraum.

Allerdings blieben am Dienstag Zweifel an der Nachhaltigkeit des Erfolgs. Konzernchef John Chen vermochte diese Analysten gegenüber nicht ausräumen, zumal sich die Entwicklung der Sparte von der des Konzerns absetzte: Gesamtumsatz und Gewinn verfehlten die Expertenschätzungen. Nach einer anfänglichen Euphorie mit einem Plus von vorbörslich acht Prozent lagen BlackBerry-Aktien im US-Handelsverlauf mehr als drei Prozent im Minus.

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BlackBerry gab zusammen mit den Quartalszahlen zwei neue Lizenz-Vereinbarungen bekannt, die einen "bedeutenden Beitrag" geleistet hätten. Eine wurde mit Cisco geschlossen, der andere Partner wurde nicht genannt. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben. Unklar blieb insbesondere, inwieweit sie den Umsatz auch in Zukunft steigern können. Chen sicherte nach wiederholten Fragen zum Software-Geschäft beim Analysten-Call zu, weitere Einzelheiten nachzuliefern.

Analyst Colin Gillis von BGC Partners sagte, der Software-Umsatz habe die Hoffnung geweckt, dass der neue Kurs der Kanadier Erfolg zeige. "Aber natürlich handelt es sich nicht wirklich um 137 Millionen Dollar, denn da stecken die Lizenzen mit drin", sagte Gillis. "Die Zahl, die uns wirklich interessiert, ist viel kleiner."

Der Gesamtumsatz von BlackBerry lag mit 658 Millionen Dollar unter den Erwartungen der Analysten von gut 679 Millionen Dollar. Damit verlangsamte sich der Rückgang jedoch zumindest. Auch der Verlust lag mit 28 Millionen Dollar unerwartet hoch.

BlackBerry steht seit der iPhone-Einführung von Apple unter Druck. Der einst führende Smartphone-Hersteller hat nur noch einen Marktanteil von weniger als einem Prozent. Die Kanadier haben bereits eine Rosskur hinter sich, bei der Tausende Arbeitsplätze gestrichen wurden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuletzt von Insidern erfahren, dass BlackBerry erwägt, nun erstmals ein neues Smartphone-Modell mit der Android-Software von Google zu bestücken.

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