Quartalszahlen: Cloud-Geschäft stützt Microsoft in PC-Flaute

Quartalszahlen: Cloud-Geschäft stützt Microsoft in PC-Flaute

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Das Logo des Software-Konzerns Microsoft .

Microsoft ist im Wandel: Die Geldmaschine Windows wirft in Zeiten schwacher PC-Verkäufe weniger Profit ab, aber Cloud-Dienste sind eine neue lukrative Säule des Konzerns.

Das Wachstum im Cloud-Geschäft mit Diensten aus dem Netz hilft dem Software-Riesen Microsoft durch die Schwäche des PC-Marktes. Der Windows-Konzern verdiente im vergangenen Quartal 4,62 Milliarden Dollar. Das war ein Plus von 1,7 Prozent im Jahresvergleich.

Der Umsatz sank unterdessen um gut zwölf Prozent auf 20,38 Milliarden Dollar, wie Microsoft mitteilte. Die Aktie kletterte nachbörslich zeitweise um über acht Prozent.

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Das schwierige Smartphone-Geschäft von Microsoft und Nokia

  • Nokia verlor den Anschluss

    Nokia prägte einst den Handymarkt mit, doch dann verloren die Finnen den Anschluss. Beim Vormarsch der Smartphones taten sie sich schwer. Das Google-Betriebssystem Android und das iPhone von Apple setzen dem einstigen Marktführer zu.

  • September 2010

    Stephen Elop wechselt von Microsoft an die Nokia-Spitze.

  • Februar 2011

    Nokia gibt die eigene Smartphone-Software Symbian auf. Fortan setzten die Finnen für ihre Computerhandys auf das Microsoft-System Windows Phone. Zuvor hatte Google versucht, Nokia mit ins Boot der Android-Handybauer zu holen.

  • Juni 2012

    Elop kündigt an, 10.000 Arbeitsplätze bei Nokia zu streichen.

  • Mai 2013

    Das Geschäft mit den Windows-Smartphones kommt nicht in Gang. Deren Marktanteil liegt den Marktforschern von IDC zufolge bei 3,2 Prozent. Android-Handys kommen auf 75 Prozent.

  • September 2013

    Microsoft kündigt an, das Handy-Geschäft von Nokia für 3,79 Milliarden Euro kaufen zu wollen.

  • April 2014

    Kurz vor Abschluss des Verkaufs an Microsoft steckt Nokias Handygeschäft tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal verlor die Sparte 347 Millionen Euro.

  • Mai 2014

    Der Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft bringt Elop Berichten zufolge als Ex-Nokia-Chef gut 24 Millionen Euro ein.

  • Juli 2014

    Microsoft kündigt den Abbau von 18.000 Stellen an. Mit 12.500 Jobs sind vor allem die Ex-Nokianer betroffen.

  • Juni 2015

    Das Geräte-Geschäft wird mit dem Windows-Bereich zusammengelegt. Stephen Elop verlässt Microsoft bereits wieder.

  • Juli 2015

    Microsoft kündigt den Abbau von weiteren 7800 Mitarbeitern an – vor allem im Handy-Geschäft. Der Konzern schreibt bis zu 7,6 Milliarden Dollar ab.

Dabei legte der Umsatz von Microsofts Cloud-Sparte um acht Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar zu. Das Geschäft mit Windows-Software für Personal Computer sowie den hauseigenen Smartphones schrumpfte dagegen um 17 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar.

Die Cloud ist für Microsoft auch deutlich profitabler: Die Sparte fuhr einen operativen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar ein, während es im Windows-Bereich 1,56 Milliarden Dollar waren.

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Microsoft brachte im vergangenen Quartal sein neues Betriebssystem Windows 10 auf den Markt. Es konnte die Talfahrt des PC-Marktes bisher nicht stoppen, der Absatz der Notebooks und Desktop-Rechner fiel um mehr als zehn Prozent. Branchenexperten rechnen mit einer leichten Besserung erst im kommenden Jahr. Auch das Geschäft der Sparte, zu der Microsofts Bürosoftware wie Office gehört, sank im vergangenen Quartal um drei Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Zugleich legten auch hier Cloud-basierte Office-Abos deutlich zu.

Der Gewinn wurde zusätzlich durch Umbau-Kosten von 1,14 Milliarden Dollar belastet. Microsoft hatte im Juli die zugekaufte Nokia-Handysparte abgeschrieben und den Abbau von rund 7800 Arbeitsplätzen angekündigt. Das Handy-Geschäft hatte Microsoft bereits im Quartal davor einen Verlust von 3,2 Milliarden Dollar eingebrockt, den höchsten in der Firmengeschichte.

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