Quartalszahlen: Dämpfer für SAP – aber noch kein Rückschlag

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KommentarQuartalszahlen: Dämpfer für SAP – aber noch kein Rückschlag

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SAP geht davon aus, den schwachen Jahresauftakt später kompensieren zu können.

von Michael Kroker

Das Wachstum des Softwareriesen SAP aus Walldorf hat sich zwischen Januar und März etwas abgebremst. Das ist aber noch kein Grund zur Beunruhigung.

Der Softwarekonzern SAP hat die Erwartungen der Märkte erstmals seit langem enttäuscht – so jedenfalls die Botschaft der Börse heute zur Handelseröffnung: Mit einem Minus von drei Prozent auf unter 58 Euro war die SAP-Aktie der größte Verlierer im DAX.

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Zuvor hatte der weltgrößte Anbieter von Software zur Unternehmensteuerung seine Zahlen fürs erste Finanzquartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt – und dabei schwächere Wachstumszahlen präsentiert. So kletterte der Umsatz zwischen Januar und März 2013 nur noch um sieben Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Die für künftige Wartungserlöse so wichtigen Software-Umsätze stiegen gar nur noch um drei Prozent auf knapp 660 Millionen Euro. Immerhin – die anhaltenden internen Sparbemühungen der Walldorfer tragen weiterhin Früchte: Der Gewinn nach Steuern wuchs mit 17 Prozent immer noch zweistellig auf nunmehr 520 Millionen Euro. „SAP-Zahlen enttäuschen“, lautete denn beispielsweise auch die Überschrift bei der Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Nächster Aufschlag für SAP Big Data für den Mittelstand

Ankündigung von SAP auf der CeBIT: Der Software-Riese aus Walldorf hat die hauseigene Hochleistungsdatenbank Hana nun auch mit seiner Mittelstandssoftware Business One vermählt.

SAP-zentrale in Walldorf Quelle: dpa

Marktbeobachter pickten sich besonders die geringer als erwarteten Umsätze der Hochleistungsdatenbank Hana heraus: Die fuhr im ersten Quartal nur Erlöse in Höhe von 86 Millionen Euro ein; während Analysten zuvor von 90 bis 100 Millionen Euro ausgegangen waren. SAP selber verwies auf eine Wachstumsschwäche in Asien – dort habe man wegen eines verwaisten Chefsessels sogar Umsatzeinbußen zu verzeichnen gehabt, wie SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe auf einer Telefonkonferenz am Morgen eingestanden hat.

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Die Zahlen sind ein Dämpfer für SAP – bedeuten allerdings noch keinen ernstzunehmenden Rückschlag: Zum einen sind die ersten drei Monate für den Walldorfer Riesen traditionell die schwächsten im Jahresverlauf. Zum anderen hat SAP bei der Vorlage der Quartalsbilanz seine Anfang des Jahres abgegebene Jahresprognose erneut bekräftigt.

Die Walldorfer gehen also weiterhin davon aus, den schwachen Jahresauftakt später kompensieren zu können. Spannend wird jetzt also der Blick auf die nächsten Quartale.

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