Quartalszahlen: Google steckt Motorola-Verlust weg

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Quartalszahlen: Google steckt Motorola-Verlust weg

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Google wächst trotz höherer Verluste bei seiner Handy-Tochter Motorola und kräftiger Preisabschläge bei der Online-Werbung.

Das florierende Werbegeschäft im Internet füllt Google weiterhin die Kasse. Dagegen verliert der Konzern mehr Geld als zuvor bei seiner Handytochter Motorola. Bald darf sich ein anderer um den Problemfall kümmern.

Der US-Internetkonzern Google bleibt eine Geldmaschine. Im Schlussquartal verdiente das Unternehmen aus dem Silicon Valley dank eines florierenden Werbegeschäfts unterm Strich 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro). Das war ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie Google mitteilte. Die Handytochter Motorola blieb indes ein Verlustbringer. Sie verlor operativ 384 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Google hatte Motorola erst vor zwei Jahren übernommen und verkauft die Sparte nun an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo weiter, der sein Smartphone-Geschäft ausbauen will.

Google und Lenovo Motorola-Verkauf ist eine Win-Win-Situation

Beim Verkauf von Motorola an Lenovo erlöst Google neun Milliarden Dollar weniger als es dafür gezahlt hat. Doch so desaströs wie er aussieht, ist der Deal nicht. Im Gegenteil: Am Ende profitieren Käufer und Verkäufer.

huGO-BildID: 34913532 FILE - In this Wednesday, Sept. 5, 2012, file photo, Eric Schmidt, Google's chairman, speaks during a press conference in New York, where Motorola introduced three new smartphones, the first since it became a a part of Google. Google said Wednesday, Jan. 29, 2014, it is selling Motorola's smartphone business to Lenovo for $2.9 billion, a price that makes Google's biggest acquisition look like its most expensive mistake.(AP Photo/Bebeto Matthews, File) Quelle: AP

Der Umsatz von Motorola war trotz neuer Modelle wie dem Moto X zuletzt um ein Viertel gefallen auf nicht einmal mehr 1,2 Milliarden Dollar. Der Markt wird von Samsung und Apple beherrscht. Dagegen stiegen Googles Einnahmen aus der Internetwerbung kräftig an. Hier ist der Konzern der Platzhirsch. Google verdient vor allem an Textanzeigen im Umfeld seiner Suchmaschine. Der Konzern breitet sich aber auch bei den grafischen Werbeanzeigen aus, den sogenannten Bannern. Rivalen sind Yahoo, die zuletzt weniger erfolgreich waren, und Facebook, die von einem boomenden Werbegeschäft auf Smartphones profitierten. Insgesamt lag Googles Umsatz im Schlussquartal bei 16,9 Milliarden Dollar und damit 17 Prozent über dem Vorjahreswert. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktie stieg nachbörslich um 4 Prozent.

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Google hatte den Motorola-Weiterverkauf erst am Vortag verkündet. Den Großteil von Motorolas wichtigen Mobilfunk-Patenten behält der Konzern jedoch, um damit sein eigenes Smartphone-Betriebssystem Android abzusichern, das unter anderem Samsungs Galaxy-Geräte antreibt.

Bei Motorola arbeiteten zum Jahreswechsel noch 3900 Menschen von knapp 4300 drei Monate zuvor. Dagegen stockte Google seine restliche Belegschaft von 42.200 auf annähernd 43.900 auf. Google arbeitet neben seinem Hauptgeschäft an zahlreichen Entwicklungen wie der Datenbrille Google Glass oder selbstfahrenden Autos. Das kann sich das von Mitgründer Larry Page geführte Unternehmen locker leisten: Der Kassenbestand lag zuletzt bei 58,7 Milliarden Dollar.

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