Quartalszahlen: Kinohits bescheren Disney dickes Plus

Quartalszahlen: Kinohits bescheren Disney dickes Plus

, aktualisiert 10. August 2016, 00:09 Uhr
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Hohe Einnahmen dank Kinohits wie „Captain America“: Disney überrascht mit seinen Quartalszahlen.

Quelle:Handelsblatt Online

Disney schwimmt dank Filmhits auf einer Erfolgswelle. An der Börse wird der US-Unterhaltungsriese aber trotz starker Quartalszahlen weiter als Sorgenkind gehandelt. Eine Tragödie im US-Themenpark bedrückt die Stimmung.

BurbankDer US-Unterhaltungsriese Disney hat dank erfolgreicher Hollywood-Filme wie „Captain America“ Einnahmen und Gewinn erheblich steigern können. Der Umsatz legte im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni verglichen mit dem Vorjahreswert um neun Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar (12,8 Mrd Euro) zu, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Überschuss kletterte um fünf Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Obwohl die Ergebnisse sogar etwas über den Erwartungen der Analysten lagen, drehte die Aktie nachbörslich zunächst ins Minus.

Anleger blicken kritisch auf die Entwicklung der TV-Sparte, die über die Hälfte zu Disneys Einnahmen beisteuert. Vor allem der unter Nutzerschwund leidende Sportsender ESPN, dessen Abozahlen auch im letzten Quartal wieder zurückgingen, bereitet schon länger Sorgen. Die Erfolge mit Vergnügungsparks, Fan-Artikeln und allen voran den Filmstudios des Konzerns - deren operativer Gewinn von April bis Juni um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr anstieg - konnten Börsianer angesichts der Probleme im Kabel-Geschäft nicht überzeugen.

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Und nach einer tödlichen Alligator-Attacke auf einen kleinen Jungen in einem Vergnügungspark warnen Experten zudem vor Image-Schäden. An der Börse hat sich der Micky-Maus-Konzern schon längst zum Sorgenkind entwickelt.

Als „den glücklichsten Platz der Welt“ beschreibt Disney seine Themenparks. Am 14. Juni aber kam es in einem der Resorts in Florida zur schrecklichen Tragödie - ein Alligator griff einen zweijährigen Jungen am Ufer einer Hotelanlage in Orlando an und zog ihn unter Wasser. Das Kind starb an den Folgen der Attacke. „Alle hier sind am Boden zerstört durch diesen tragischen Unfall“, teilte Disney mit. Alligatoren sind in Florida zwar verbreitet, Angriffe auf Menschen aber sehr selten.

Der Schaden dürfte sich für Disney aber nicht mehr abwenden lassen, meinen Experten. „Ich glaube, dass die Marke langfristig darunter leiden wird“, sagte Karen Kreamer von der Marketingfirma K2 Brand Consulting der Zeitung „New York Daily News“. Kreamer rechnet nicht damit, dass die Tragödie sich sofort in den Finanzergebnissen niederschlägt. Aber es werde dauern, bis sich das Image der eigentlich als Familien-Paradies geltenden Parks erholt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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