Quartalszahlen übertreffen Erwartungen: Facebook strotzt vor Kraft und Geld

Quartalszahlen übertreffen Erwartungen: Facebook strotzt vor Kraft und Geld

, aktualisiert 28. Juli 2016, 06:13 Uhr
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Facebook CEO Mark Zuckerberg

von Axel PostinettQuelle:Handelsblatt Online

Während Apple strauchelt und Google reorganisiert, kann Mark Zuckerbergs Imperium vor Kraft kaum laufen. Die Börse spielt verrückt und ignoriert ein wichtiges Alarmsignal.

Nichts davon haben die Analysten und Marktbeobachter kommen sehen. Mit vor Unglauben weit geöffneten Mündern hörten sie sich die Zahlen zum zweiten Quartal des aufstrebenden Werbe- und Mediengiganten des 21. Jahrhunderts an.

Um glatte 59 Prozent auf 6,43 Milliarden Dollar war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Es war das stärkste Wachstum im Vorjahresvergleich seit rund zwei Jahren. Allein der Anzeigenumsatz stieg um 63 Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 2,1 Milliarden Dollar.

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Facebook strotzt vor Kraft, und zeigt auch beim Wachstum der Nutzer keine Schwäche. Während der Kurznachrichtendienst Twitter in diesem Bereich gerade erst anämische Wachstumszahlen verkünden musste und von der Börse schwer abgestraft wurde, sind mittlerweile 1,7 Milliarden Menschen jeden Monat auf Facebook aktiv. Das sind 200 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Facebook ist unverzichtbar geworden und auch die Jugendlichen und jungen Menschen bleiben allen Unkenrufen zum Trotz weiter dabei.

So sieht die gewöhnliche Facebook-Nutzung aus

  • 94 Prozent

    Bei 94 Prozent der Nutzer gehört der Besuch bei Facebook genauso zur Alltagsroutine, wie Zähne putzen.
    Quelle: The Facebook Experiment: Does Social Media Affect the Quality of our Lives?

  • 86 Prozent

    86 Prozent lesen ihren Facebook-Newsfeed oft oder sehr oft.

  • 78 Prozent

    Mehr als drei Viertel der Nutzer verbringen 30 oder mehr Minuten pro Tag auf Facebook.

  • 69 Prozent

    Bilder sagen mehr als Worte: Mehr als zwei Drittel posten Fotos von großartigen Dingen, die sie erlebt haben.

  • 61 Prozent

    Mein Haus, mein Auto, mein Boot: 61 Prozent posten auf Facebook, was ihnen Gutes wiederfahren ist.

Kurz gesagt, mehr Menschen sind aktiv auf Facebook und schauen sich auf PCs und zunehmend mobil auf Smartphones immer mehr Anzeigen an, deren Preise sogar noch steigen. Genaugenommen liegen sie bei Facebook neun Prozent höher als vergangenes Jahr, und das in einer Branche, die permanent über Preisdruck stöhnt.

Bei alldem sind die Chancen bei den Messenger-Diensten wie WhatsApp und Facebook Messenger noch nicht berücksichtigt. Gerade erst hat der Facebook Messenger, auf dem sich die Menschen gegenseitig Nachrichten zusenden, die Zahl von einer Milliarde Kunden erreicht. „Den Messenger aus Facebook herauszulösen war vor drei Jahren eine sehr umstrittene Entscheidung“, so Mitgründer und CEO Mark Zuckerberg im Analystengespräch. Aber es habe sich gezeigt, wie richtig es gewesen sei.

Alle Silicon-Valley-Riesen setzen heute auf ihr Chat-Dienste, um sie zu mächtigen Kommunikations- und Handelsplattformen auszubauen. Über sie sollen in Zukunft Waren und Dienstleistungen eingekauft und direkt bezahlt werden können. Facebook hat hier einen großen Vorsprung, aber Microsoft (Skype, Cortana), Google (Google Now), Apple (Siri) und Amazon holen auf. Amazons „Alexa“ genannter digitaler Assistent, die künstliche Intelligenz hinter der Lautsprecher-Mikrofon-Kombination „Echo“, gehört zu den größten Erfolgen des laufenden Jahres.

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