Quartalszahlen von Facebook, Google & Co.: Mobile regiert die Welt

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Quartalszahlen von Facebook, Google & Co.: Mobile regiert die Welt

von Michael Kroker

Die aktuellen Quartalsberichte zeigen: Manche Internet-Konzerne verdienen mit Werbung auf Smartphones und Tablets schon viel Geld - während andere noch mit dem Mobil-Zeitalter hadern.

Die US-Konzerne Yahoo, Google, Twitter und Facebook haben nur wenig gemein. Dennoch lassen sich aus den aktuellen Quartalsberichte interessante Schlüsse ziehen.

Der angeschlagene Internet-Pionier Yahoo beispielsweise konnte zwischen Juli und September den Umsatz nur um ein Prozent steigern. Dennoch schwimmt das Unternehmen dank der Beteiligung am chinesischen Internetriesen Alibaba mit einem Gewinn in Höhe von 6,8 Milliarden Dollar geradezu im Geld. Die Börse freute es jedenfalls – der Aktienkurs stieg nach der Bekanntgabe der Zahlen.

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Ganz im Gegensatz zu Google: Der Suchmaschinenriese aus dem Silicon Valley konnte den Umsatz zwar um 20 Prozent auf nunmehr 16,5 Milliarden Dollar steigern. Dennoch waren die Analysten enttäuscht, die Wall Street hatte mehr erwartet. Nachbörslich sackte die Google-Aktie um gut drei Prozent.

Googles Kerngeschäftsfelder

  • Google Advertising

    Geschäftsfeld: Online-Anzeigenvermarktung

    Marktanteil: 47 Prozent

  • Google Apps

    Geschäftsfeld: Cloud Software

  • Chrome

    Geschäftsfeld: Internet-Browser

    Marktanteil: 43 Prozent

  • Google Checkout

    Geschäftsfeld: Online-Bezahlsystem

  • Android + Google Play Store

    Geschäftsfeld: Mobil-Betriebssystem/App-Store

    Marktanteil: 81 Prozent

  • Google Maps + Waze

    Geschäftsfeld: Online-Kartendienst, Navigation

  • Youtube

    Geschäftsfeld: Internet-Videos

    Marktanteil: 82 Prozent

  • Google Search

    Geschäftsfeld: Internet-Suche

    Marktanteil: 69 Prozent

  • Gmail

    Geschäftsfeld: Web-Mail-Dienst

  • Google+

    Geschäftsfeld: Social Network

    360 Mio. Nutzer

Noch härter abgestraft wurde Twitter: Der Kurznachrichtendienst konnte im dritten Quartal bei den aktiven Nutzern nur um sechs Prozent auf 255 Millionen zulegen. Zudem macht das Unternehmen weiterhin Verlust. Das reichte aus, um der Aktie zu schaden: Um mehr als zehn Prozent brach das Papier im Nachgang ein.

Ganz im Gegensatz dazu die gestern verbreiteten Zahlen des weltgrößten sozialen Netzwerks. So konnte Facebook zwischen Juli und September seinen Umsatz um fast 60 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar ausbauen; der Nettogewinn verdoppelte sich gar fast auf nunmehr 806 Millionen Dollar.

Damit heimste Facebook mehr Geld ein als von Analysten erwartet. Dass die Aktie dennoch nachbörslich leicht absackte, dürfte vor allem dem zurückhaltenden Ausblick von Konzernchef Mark Zuckerberg geschuldet sein.

Trotz aller Unterschiede von Facebook, Google, Twitter und Yahoo – sei es bei den Produkten, sei es bei der Zahl der Nutzer oder sei es bei der Profitabilität – die Internet-Riesen eint ein aktueller Megatrend in der IT: Die Verlagerung der Nutzergewohnheiten weg vom stationären hin in Richtung mobiles Internet.

An den Geschäftszahlen gab es wenig auszusetzen. Vor allem auf dem Mobilmarkt ging es voran.

Denn vor allem Privatnutzer greifen statt ihrem PC längst mehrheitlich via Smartphone und Tablet-Computer auf ihre Lieblingsinhalte zu. Entsprechend steigt seit langem der Anteil des Internet-Traffics per Mobil-App zulasten des stationären Internets.

Jener Übergang in die Mobil-Ära zieht – wenig verwunderlich – die Online-Werbung nach: Statt Anzeigen auf stationären Internet-Seiten wollen Anzeigenkunden ihre Botschaften immer häufiger direkt auf den mobilen Endgeräten der Nutzer platzieren. Entsprechend boomt Mobilwerbung.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von BI Intelligence, dem Marktforschungsarm des amerikanischen Hightech-Portals „Business Insider“, soll mobile Werbung in der USA bis 2018 auf 42 Milliarden Dollar anwachsen – und wäre dann sogar erstmals größer als alle anderen Digital-Werbe-Erlöse

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