Quelle: APFünf Jahre iPhone
Die Präsentationen von Steve Jobs brachten viele Überraschungen, doch diese war ein besonderer Paukenschlag: Auf der MacWorld Conference in San Francisco präsentierte Apple-Chef Steve Jobs am 9. Januar 2007 zum ersten Mal einem breiten Publikum das iPhone. Es vereint Telefon, Kamera und MP3-Player in einem einzelnen Gerät. "Today Apple is going to reinvent the phone", erklärte Jobs und sollte mit dieser großspurigen Aussage Recht behalten.
Zwar hatten andere Unternehmen in den Jahren zuvor ähnliche Produkte auf dem Markt gebracht, doch nur Apple gelang es mit seinem neuen Mobiltelefon den gesamten Handymarkt neu zu erfinden. Vor allem der Verzicht auf eine klassische Tastatur war revolutionär und sollte zahlreiche Nachahmer finden. Die Tragweite dieser Neuerfindung ist heute auf dem Markt für mobile Gadgets nicht zu übersehen.
Quelle: dapdFünf Jahre nach dem Aufkommen des iPhones ist der Mobilfunkmarkt heiß umkämpft. Neue Player sind entstanden. Sie haben sich beim Branchenprimus Apple nicht nur Form und Farbe abgeschaut, sondern kopieren gemeinsam mit der von Google bereitgestellter Betriebssoftware Android die Touchscreen-Bedienung sowie das App-Modell und den Vertrieb dieser neuen Software über sogenannte App-Stores.
Und sie haben Erfolg. So steigt zum Beispiel der koreanische Hersteller Samsung 2011 nach Berechnungen des US-Marktforschers IDC zum weltgrößten Smartphone-Hersteller auf. Der südkoreanische Konzern überholte mit 23,6 Millionen ausgelieferten Computer-Telefonen deutlich das iPhone von Apple. Samsung hielt demnach ein Fünftel des Weltmarktes. Es ist ein quantitativer Sprung mit Superlativen, denn noch im Jahr 2010 lag Samsung erst bei einem Anteil von 8,8 Prozent.
Samsung profitierte vom Erfolg seiner Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Die Plattform wird von diversen Herstellern genutzt und ist die klare Nummer eins im Smartphone-Markt vor Apples iOS-System.
Quelle: REUTERSaMit HTC aus Taiwan entstand aus dem Stand heraus ein neuer Hersteller, der heute im Smartphone Segment eine bedeutende Rolle spielt. Dem Android-Partner gelang es 2011 gleich 12,7 Millionen Geräte zu verkaufen. Damit stieg der Marktanteil auf 10,8 Prozent Marktanteil und katapultierte HTC auf Platz vier der Herstellerliste. Noch im Jahr 2010 verkauften die Taiwanesen gerade einmal 5,9 Millionen Geräte.
Quelle: dpaDer einstige Branchenprimus und Vorreiter in Sachen Mobiles Internet Research In Motion war in den vergangenen Jahren vor allem mit sich selbst beschäftigt. Der Marktanteil des Blackberry rutschte 2011 von 15 auf 10 Prozent ab. Auch in Unternehmen, in dem das einstige Lieblingsspielzeug der Manager seine wichtigste Bastion hatte, laufen die iPhones Blackberry den Rang ab. Im Herbst 2011 machte RIM wegen tagelangen Verbindungsproblemen Schlagzeilen, zuletzt spekulierte man über eine feindliche Übernahme durch Nokia oder Microsoft.
Quelle: ReutersDer finnische Hersteller Nokia hat auch das Nachsehen. Zwar ist Nokia nach wie vor der weltgrößte Handyhersteller, noch vor Apple oder Samsung. Doch im Smartphone-Segment haben die Finnen bisher massiv Anteile abgeben müssen. Der Marktanteil des langjährigen Branchenprimus entsprach im Jahr 2011 gerade 14,2 Prozent, ein Jahr davor waren es noch 32 Prozent. Nun setzt der finnische Handy-Riese Hoffnung auf seine Kooperation mit Microsoft - das Betriebssystem Windows Phone soll das Geschäft wiederbeleben.
Quelle: REUTERSMittlerweile hat Apple die fünfte Generation seines iPhones auf dem Markt gebracht. Das iPhone 4S verfügt über Spracherkennung und eine 8-Megapixelkamera. Das Mobiltelefon kam in den Tagen nach dem Tod von Steve Jobs in die Ladenregale und verkaufte sich nach Unternehmensangaben in den ersten drei Tagen über vier Millionen Mal. Das ist Rekord - die Vorgängermodelle gingen nur halb so schnell über die Ladentheke.
Der Enthusiasmus der Apple-Fans war nötig, denn der Marktanteil ist mit 14,5 Prozent im dritten Quartal 2011 zum ersten Mal seit langem gesunken. Im Jahr 2010 waren es noch 17 Prozent für Apple. Insgesamt wuchs der Smartphone-Markt nach IDC-Zahlen im dritten Quartal 2011 um 42,6 Prozent auf 118,1 Millionen Geräte.
Quelle: dpaDas iPhone lieferte den Entwicklern und Designern in Cupertino die Vorlage, um weitere Produkte zu entwickeln. So brachte Apple 2010 das iPad heraus. Den Tablet-Markt führt Apple seitdem an: 2011 verkaufte das Unternehmen aus Kalifornien im dritten Quartal 11,1 Millionen Exemplare, das entspricht einem Marktanteil von 61,5 Prozent. Samsung treibt die Verfolgungsjagd auch in diesem Bereich voran.
Es spricht also viele dafür, dass Apple mit dem iPad auch den Tablet-Markt neugegründet hat. Und dort auf Teufel komm raus seine Anteile schützen wird. Notfalls auch mit juristischer Hilfe: Vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf erwirkte Apple im September 2010 wegen der äußeren Ähnlichkeit des Samsung Galaxy Tab 10.1 mit dem iPad ein bundesweites Verkaufsverbot für das Konkurrenzgerät aus Südkorea.
Fünf Jahre iPhone
Die Präsentationen von Steve Jobs brachten viele Überraschungen, doch diese war ein besonderer Paukenschlag: Auf der MacWorld Conference in San Francisco präsentierte Apple-Chef Steve Jobs am 9. Januar 2007 zum ersten Mal einem breiten Publikum das iPhone. Es vereint Telefon, Kamera und MP3-Player in einem einzelnen Gerät. "Today Apple is going to reinvent the phone", erklärte Jobs und sollte mit dieser großspurigen Aussage Recht behalten.
Zwar hatten andere Unternehmen in den Jahren zuvor ähnliche Produkte auf dem Markt gebracht, doch nur Apple gelang es mit seinem neuen Mobiltelefon den gesamten Handymarkt neu zu erfinden. Vor allem der Verzicht auf eine klassische Tastatur war revolutionär und sollte zahlreiche Nachahmer finden. Die Tragweite dieser Neuerfindung ist heute auf dem Markt für mobile Gadgets nicht zu übersehen.
San FranciscoLangsam gehen einem die Superlative aus, wenn man über Apple schreibt. Mit einer atemberaubenden Umsatzexplosion auf 46,33 Milliarden Dollar im Winterquartal, dem ersten des laufenden Geschäftsjahres, übertraf Apple selbst die kühnsten Analystenerwartungen deutlich.
Der Nettogewinn kletterte vor dem Hintergrund von Rekordabsätzen bei iPhones, iPads und Mac-Computern auf einen Rekordstand von 13,06 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal lauteten die Zahlen beim Umsatz 26 Milliarden Dollar, der Nettogewinn lag bei sechs Milliarden Dollar. Der Aktienkurs kletterte nachbörslich auf ein Allzeithoch von 453 Dollar.
Zum ersten Mal hat Apple jetzt auch in einem vergleichbaren Quartal mehr umgesetzt als der bislang größte IT-Konzern der Welt: HP. Im Oktober 2011 beendeten Quartal hat HP rund 32 Milliarden Dollar umgesetzt und erwartet für das laufende Quartal kaum eine Steigerung. Die Zahlen werden im Februar veröffentlicht.
Wenn es noch eines Grundes bedurft hatte, um einen Aktienbonus im Wert von 378 Millionen für CEO Tim Cook zu rechtfertigen – das ist er gewesen. Apple scheint nicht mehr zu stoppen. „Diese Zahlen sind einfach unvorstellbar“, fehlen dem Chief Investment Officer von First Empire Asset Management, Michael Obuchowski, die Worte zum ersten von Cook vollständig alleine verantworteten Quartal.
Die Bruttomarge stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 38,5 auf 44,7 Prozent. Der Cash-Flow aus dem Geschäftsbetrieb liegt laut CFO Peter Oppenheimer bei 17,5 Milliarden Dollar.
Der Absatz des iPhones erreichte 37,04 Millionen Stück, 128 Prozent mehr als im Vorjahr. Mittlerweile ist das Kultgerät in 90 Ländern weltweit erhältlich, darunter China. Wenige Ermüdungserscheinungen zeigt der iPad-Absatz mit 15,43 Millionen Stück, ein Zuwachs von 111 Prozent zum Vorjahr.













