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Rekordzahlen: Apples Erfolg macht Analysten sprachlos

Quelle: Handelsblatt Online

Hat Tim Cook sich bei Apple bereits bewiesen? Die herausragenden Quartalszahlen sprechen dafür, dass Apple auch ohne Steve Jobs eine Macht ist. Konkurrenten wie Microsoft und Amazon scheinen keine Chance zu haben.

Fünf Jahre iPhone

Die Präsentationen von Steve Jobs brachten viele Überraschungen, doch diese war ein besonderer Paukenschlag: Auf der MacWorld Conference in San Francisco präsentierte Apple-Chef Steve Jobs am 9. Januar 2007 zum ersten Mal einem breiten Publikum das iPhone. Es vereint Telefon, Kamera und MP3-Player in einem einzelnen Gerät. "Today Apple is going to reinvent the phone", erklärte Jobs und sollte mit dieser großspurigen Aussage Recht behalten.

Zwar hatten andere Unternehmen in den Jahren zuvor ähnliche Produkte auf dem Markt gebracht, doch nur Apple gelang es mit seinem neuen Mobiltelefon den gesamten Handymarkt neu zu erfinden. Vor allem der Verzicht auf eine klassische Tastatur war revolutionär und sollte zahlreiche Nachahmer finden. Die Tragweite dieser Neuerfindung ist heute auf dem Markt für mobile Gadgets nicht zu übersehen.

Quelle: AP

San FranciscoLangsam gehen einem die Superlative aus, wenn man über Apple schreibt. Mit einer atemberaubenden Umsatzexplosion auf 46,33 Milliarden Dollar im Winterquartal, dem ersten des laufenden Geschäftsjahres, übertraf Apple selbst die kühnsten Analystenerwartungen deutlich.

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Der Nettogewinn kletterte vor dem Hintergrund von Rekordabsätzen bei iPhones, iPads und Mac-Computern auf einen Rekordstand von 13,06 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal lauteten die Zahlen beim Umsatz 26 Milliarden Dollar, der Nettogewinn lag bei sechs Milliarden Dollar. Der Aktienkurs kletterte nachbörslich auf ein Allzeithoch von 453 Dollar.

Zum ersten Mal hat Apple jetzt auch in einem vergleichbaren Quartal mehr umgesetzt als der bislang größte IT-Konzern der Welt: HP. Im Oktober 2011 beendeten Quartal hat HP rund 32 Milliarden Dollar umgesetzt und erwartet für das laufende Quartal kaum eine Steigerung. Die Zahlen werden im Februar veröffentlicht.

Wenn es noch eines Grundes bedurft hatte, um einen Aktienbonus im Wert von 378 Millionen für CEO Tim Cook zu rechtfertigen – das ist er gewesen. Apple scheint nicht mehr zu stoppen. „Diese Zahlen sind einfach unvorstellbar“, fehlen dem Chief Investment Officer von First Empire Asset Management, Michael Obuchowski, die Worte zum ersten von Cook vollständig alleine verantworteten Quartal.

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Die Bruttomarge stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 38,5 auf 44,7 Prozent. Der Cash-Flow aus dem Geschäftsbetrieb liegt laut CFO Peter Oppenheimer bei 17,5 Milliarden Dollar.

Der Absatz des iPhones erreichte 37,04 Millionen Stück, 128 Prozent mehr als im Vorjahr. Mittlerweile ist das Kultgerät in 90 Ländern weltweit erhältlich, darunter China. Wenige Ermüdungserscheinungen zeigt der iPad-Absatz mit 15,43 Millionen Stück, ein Zuwachs von 111 Prozent zum Vorjahr.

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