Rocket Internet: Start-up-Entwickler wächst kaum noch

Rocket Internet: Start-up-Entwickler wächst kaum noch

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Nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum kommt Rocket Internet im ersten Halbjahr 2015 auf ein Minus von 45,9 Millionen Euro.

Der Berliner Start-up-Entwickler Rocket Internet hat das erste Halbjahr mit einem Verlust abgeschlossen. Auslöser für den Millionenverlust sind dem Unternehmen zufolge unter anderem Leistungen an Arbeitnehmer.

Die Firmenschmiede Rocket Internet ist im ersten Halbjahr kaum noch gewachsen. Der Umsatz lag nach IFRS-Rechnungslegung bei 71,3 Millionen Euro und damit nur leicht über dem Vorjahresergebnis, wie das seit vergangenen Oktober börsennotierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Wert des Firmenportfolios sei jedoch seit dem Börsengang um 3,4 Milliarden auf nunmehr 6,0 Milliarden Euro gestiegen.

Die größten Startups, zu denen der Essenslieferdienst Delivery Hero, der Kochbox-Anbieter HelloFresh sowie die Möbelhändler Westwing und Home24 gehören, schreiben weiterhin Verluste. Unter dem Strich kam Rocket auf ein Minus von 45,9 Millionen Euro nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum. An den meisten Startups, die mit Hilfe von Rocket nach dem Fließband-Prinzip gegründet werden, halten die Berliner keine Mehrheit.

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Beteiligungen von Rocket Internet (mit Aussicht auf Börsengang)

  • Hellofresh

    Hellofresh nimmt Online-Bestellungen an und liefert Zutaten für Speisen. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat bis 2014 eine Umsatz von 70,1 Millionen Euro erwirtschaftet, davon rund 15 Millionen Euro Verlust. Der Unternehmenswert liegt bei 620 Millionen Euro. Rocket Internet gehören 51,7 Prozent des Unternehmens.

  • Delivery Hero

    Auch Delivery Hero nimmt Online-Bestellungen an, liefert neben Lebensmitteln aber auch Getränke. 2014 hat das Unternehmen 88 Millionen Euro Umsatz gemacht, davon ganze 70 Millionen Euro Verlust. Rocket Internet hält 38,5 Prozent der Anteile des 2,8 Milliarden schweren Unternehmens.

    Quelle: Unternehmen

Viele der Geschäftsmodelle haben sich vorher schon in den USA, Großbritannien oder China bewährt. Die Gründung von Startups in neuen Ländern verschlingt viel Geld, weswegen der Konzern nach dem milliardenschweren Börsengang bei seinen Aktionären bereits wieder frisches Kapital eingesammelt sowie eine Wandelanleihe über 550 Millionen Euro begeben hat. Die Aktie steht seit dem Debüt unter Druck und lag mit zuletzt rund 24 Euro deutlich unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro.

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