Rückzug aus Asien: Apple will iMac wieder in USA produzieren

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Rückzug aus Asien: Apple will iMac wieder in USA produzieren

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Apple will die Produktion in den USA ausbauen.

Das amerikanische Unternehmen Apple möchte sich aus Asien zurückziehen und wieder verstärkt in die Produktion in seinem Heimatland investieren. Zunächst soll dies den iMac betreffen.

100 Millionen Dollar (76,3 Millionen Euro) sollen im kommenden Jahr investiert werden. Das sagte Apple-Konzernchef Tim Cook in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Bloomberg Businessweek". Eine Baureihe der Mac-Computer solle in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Vor wenigen Tagen waren bereits einige neue iMac-Desktops mit der Kennzeichnung „Hergestellt in den USA“ aufgefallen.

Apple-Gründer Steve Jobs hatte einst von einer vollautomatischen Mac-Fabrik in Amerika geträumt. In den 80er Jahren wurden die Computer noch in den USA hergestellt, bevor die Produktion wie bei praktisch allen anderen Herstellern nach Asien abwanderte. Nun soll die Produktion zurückkehren.

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Heute erledigt der Auftragsfertiger Foxconn den Löwenanteil der Arbeit. Das taiwanesische Unternehmen ist schon jetzt mit etwa 1,2 Millionen Angestellten einer der größten Arbeitgeber Chinas. Foxconn produziert iPhones und iPads für Apple, aber auch andere Computerprodukte für die Konkurrenz von Microsoft und Hewlett-Packard. Immer wieder gab es in der Vergangenheit negative Medienberichte, etwa über Massenschlägereien. Krawalle, die Ausdruck der extrem widrigen Arbeitsbedingungen waren.

Cook ist seit 1998 für das operative Geschäft zuständig. Er setzte fast ausschließlich auf Zulieferer und baute bei Apple eine der effizientesten Produktionsketten in der Branche auf. Zugleich steht Apple angesichts der Krise der Staatsfinanzen in den USA zunehmend unter Druck: Der Konzern sitzt auf einem Geldberg von fast 120 Milliarden Dollar, der überwiegende Teil davon lagert jedoch außerhalb der USA und wird nicht im Heimatland besteuert. Auch in Europa wächst die Unzufriedenheit mit dem Geschäftsgebaren amerikanischer Unternehmen wie Apple, Google oder Starbucks, die ihr Geschäft so organisieren, dass sie nur sehr geringe Steuern zahlen müssen.

Cook sprach in einem NBC-Interview auch konkret über weitreichendere Pläne im TV-Geschäft: „Wenn ich in mein Wohnzimmer komme und den Fernseher einschalte, habe ich dass Gefühl, dass ich 20 bis 30 Jahre in die Vergangenheit zurückfalle“, sagte er. Für Apple sei das ein Bereich von „intensivem Interesse“, mehr könne er aber nicht sagen. Schon seit einigen Jahren gibt es Gerüchte, dass Apple einen eigenen Fernseher auf den Markt bringen wolle. Laut Medienberichten wird das Projekt aber unter anderem durch schwierige Verhandlungen mit TV-Produktionsfirmen und Fernsehsendern gebremst. Die vor einigen Jahren gestartete Settop-Box Apple TV, mit der man Inhalte aus Apples iTunes-Plattform und Online-Diensten auf den Fernseher bringen kann, bezeichneten Cook und sein Vorgänger Steve Jobs stets als Hobby.

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