Samsung-Chef Kwon Oh Hyun kündigt Rücktritt an

Rückzug aus Management: Samsung-Chef Kwon kündigt Rücktritt an

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Kwon Oh-Hyun

Der De-Facto-Chef des südkoreanischen Technologiekonzerns Samsung, Kwon Oh Hyun, hat angekündigt, im kommenden Jahr von seinem Posten zurückzutreten. Samsung hat indes einen neuen Rekordgewinn erzielt.

Trotz blendender Geschäftsergebnisse hat der Vizevorsitzende des südkoreanischen Smartphone-Marktführers Samsung, Kwon Oh Hyun, überraschend seinen Rückzug aus dem Management angekündigt. Samsung sei mit einer „beispiellosen Krise“ konfrontiert, teilte der 64-jährige Kwon am Freitag mit. Es sei Zeit für einen Neustart mit „neuem Geist und einer jungen Führung“. Er kündigte seinen Rückzug für März 2018 an.

Der Erbe des Samsung-Imperiums und Vizevorsitzende der Elektroniktochter, Lee Jae In, wurde im August im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal um die frühere Staatspräsidentin Park Geun Hye zu einer mehrjährigen Haftstrafte verurteilt.

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Gewinnrekord

Kurz zuvor wurde bekannt das Samsung Electronics dank der starken weltweiten Nachfrage nach Speicherchips einen so hohen Betriebsgewinn eingefahren wie noch nie zuvor. Das operative Ergebnis habe sich im dritten Quartal wohl auf 14,5 Billionen Won (umgerechnet 10,8 Milliarden Euro) gesteigert und damit fast verdreifacht, teilte der südkoreanische Apple-Rivale am Freitag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Dies ist mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz hat sich demnach um fast 30 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro verbessert.

Während Apple ausschließlich Unterhaltungselektronik im Angebot hat, kann Samsung auf ein breites Sortiment setzen, das auch aus Fernsehern, Hausgeräten, Halbleitern und Bildschirmen besteht. Dies kam den Südkoreanern nun zu Gute. Laut Analysten kurbelten zum einen rege Verkäufe des neuen Smartphone-Flaggschiffs Galaxy Note 8 den Umsatz an, der vor einem Jahr noch unter der kostspieligen Rückrufaktion des Vorgängermodells litt. Zum anderen profitiert Samsung weiterhin vom Boom bei den Speicherchips. "Während sich die Ausweitung des Speicherchip-Angebots drastisch verlangsamt hat, übertrifft die Nachfrage alle Erwartungen, was die Preise in die Höhe schießen lässt", sagte Analyst Kim Woon Hoo von der Investmentbank IBK. Neue Fabriken des Weltmarktführers Samsung und der Nummer zwei SK Hynix werden wohl erst 2019 an den Start gehen.

Samsung veröffentlicht Ende Oktober genauere Angaben zum Quartal. Gewinnmitnahmen drückten die Aktie am Freitag um rund 0,8 Prozent.

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