Samsung im Umbau: Weltgrößter Smartphone-Hersteller will „wendig wie ein Startup werden“

Samsung im Umbau: Weltgrößter Smartphone-Hersteller will „wendig wie ein Startup werden“

, aktualisiert 24. März 2016, 14:42 Uhr
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Flexible Arbeitszeiten, laxere Bekleidungsvorschriften und mehr Zeit für die Familie: Samsung wagt den Kulturwandel.

Quelle:Handelsblatt Online

Beweglich, schnell, innovativ: Der weltgrößte Smartphone- und Speicherchip-Hersteller wagt den Kulturwandel und setzt auf offenen Dialog und flache Hierarchien – nach dem Vorbild des Silicon Valley.

SeoulDer weltgrößte Smartphone- und Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics stellt im Ringen um mehr Schlagkraft seine Firmenkultur auf den Kopf. Ziel sei es, beweglich und schnell wie ein Startup zu werden und stets innovationsbereit zu sein, kündigte der südkoreanische Elektronik-Gigant am Donnerstag an. Dafür hätten die Manager das Versprechen unterzeichnet, ihren Führungsstil zu ändern und stärker den offenen Dialog zu fördern. Darüber hinaus würden die einzelnen Hierarchieebenen reduziert, Feedback-Strukturen vereinfacht, interne Treffen abgeschafft und mehr Online-Diskussionen zwischen Bereichsleitern und Mitarbeitern eingeführt. Zudem will Samsung Überstunden reduzieren und Mitarbeiter dazu veranlassen, mehr Zeit mit ihren Familien zu verbringen.

Lange Zeit war die Unternehmenskultur in Südkorea dafür bekannt, dass Mitarbeiter eher Befehle ausführen sollten als Ideen einzubringen. Samsung versucht seit einiger Zeit, daran etwas zu ändern. So wurden flexible Arbeitszeiten eingeführt und die Bekleidungsvorschriften für die Arbeit am Wochenende gelockert. Auch wurde etwas von dem Druck genommen, nach Feierabend an den obligatorischen Kneipenbesuchen teilzunehmen.

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Der südkoreanische Vorzeigekonzern befindet sich mitten im Umbau. Dem Unternehmen machen sinkende Gewinne im Geschäft mit Alleskönner-Handys zu schaffen. Auch fehlen neue Umsatzbringer. Weltweit hat der Apple-Rivale rund 300.000 Mitarbeiter. Das Konglomerat vollzieht derzeit auch einen Generationenwechsel an der Spitze. Patriarch Lee Kun Hee liegt seit einem Herzinfarkt 2014 im Krankenhaus. Sein Sohn Jay Y. Lee übernimmt nun nach und nach die Kontrolle über das Unternehmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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