SAP: Der Personalumbau wird noch teurer

SAP: Der Personalumbau wird noch teurer

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Das Logo des Software-Unternehmens SAP an einer Einfahrt zur Konzernzentrale in Walldorf (Baden-Württemberg).

Seit Jahren baut der SAP-Konzern sein Angebot grundlegend um. Weltweite Stellenstreichungen sind ein Teil davon. Die damit einhergehenden freiwilligen Abfindungsprogramme werden allerdings teurer als erwartet.

Der Personalumbau kommt SAP noch teurer als gedacht. Finanzchef Luka Mucic rechnet nun in diesem Jahr mit Kosten zwischen 585 bis 615 Millionen Euro, nach dem zweiten Quartal waren es noch 470 bis 530 Millionen Euro gewesen. Das Programm sei bis zum Schluss besser angenommen worden als gedacht, sagte Mucic am Dienstagmorgen in Walldorf. Der Konzern baut sein Angebot seit einigen Jahren grundlegend um. Ein Kerngedanke: Statt Softwarelizenzen zu kaufen, sollen die Kunden sie mieten. Das beschert SAP kontinuierlichere Einnahmen.

Softwarekonzern SAP steigert Gewinn überraschend deutlich

SAP bestätigt den Ausblick für 2015: Der Umsatz mit seinen Cloud-Diensten hat sich verdoppelt. Der Softwarekonzern konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal um 19 Prozent steigern.

Das Logo des Softwarekonzerns SAP in Walldorf Quelle: dpa

Im Zuge dieses Umbaus will SAP weltweit Stellen in Abteilungen streichen, die nicht zu den Wachstumsgebieten gehören, und hat freiwillige Abfindungsprogramme gestartet. Wegen der dafür anfallenden Kosten verdiente SAP mit 895 Millionen Euro unterm Strich im dritten Quartal nur zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei waren die Umsätze dank guter Geschäfte besonders in Asien und den USA um 19 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Am Ende des Jahres will der Konzern dank seines Wachstums in anderen Bereichen aber wieder deutlich mehr Mitarbeiter beschäftigten. Ende September ist waren es mit 75.643 bereits etwa 1200 mehr als im Vorjahr gelungen.

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Jahresziel für Cloud-Umsatz könnte übertroffen werden

Gute Nachrichten gibt es von SAP zum Cloud-Konzept: Das Geschäft mit Cloud-Software könnte nach den Worten von Vorstandschef Bill McDermott in diesem Jahr besser abschneiden als bisher angepeilt. Es laufe sehr gut, sagte McDermott am Dienstag. "Wir haben eine Chance, das zu übertreffen", sagte der SAP-Chef mit Blick auf die Prognose.

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Der Marktführer für Software zur Firmensteuerung hat sich einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro im Gesamtjahr mit der Mietsoftware aus dem Internet vorgenommen. Nach drei Quartalen hat SAP bereits einen Erlös von 1,66 Milliarden Euro erreicht, etwa doppelt so viel wie im Vorjahr.

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