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exklusivSAP: Finanzchef Brandt will Dienstreisen vermeiden

von Michael Kroker

Der Softwarekonzern plante für 2012 Betriebsergebnisse von bis zu 5,3 Milliarden Euro. Bisher stehen die Chancen darauf nicht gut. Auch interne Kosten stehen auf dem Prüfstand.

Der Vorstand von SAP (Werner Brandt 2.v.l.) Quelle: dapd
Die Hochgesteckten Ziele liegen in weiter ferne. Der Vorstand von SAP (Werner Brandt 2.v.l.) Quelle: dapd

In einem internen Interview, das der WirtschaftsWoche vorliegt, hat SAP-Finanzchef Werner Brandt erstmals die wahren Pläne des Walldorfer Softwarekonzerns für das Geschäftsjahr 2012 preisgegeben. Offiziell will SAP bis Jahresende ein währungsbereinigtes Betriebsergebnis von 5,05 bis 5,25 Milliarden Euro einfahren. "Unsere internen Ambitionen sind natürlich höher: Wir haben ein Betriebsergebnis von 5,3 Milliarden Euro als Zielmarke für unseren Bonusplan [...] festgelegt", sagt Brandt.

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Genau darin liegt aber auch ein Problem: Bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal Ende Juli musste SAP einräumen, dass die Ausgaben noch stärker als der Umsatz wuchsen. "Wir haben [in der ersten Hälfte 2012] ein währungsbereinigtes Betriebsergebnis von rund 1,9 Milliarden Euro erzielt. Das sind lediglich 95 Prozent dessen, was wir in diesem Zeitraum erzielen wollten", moniert Brandt.

Als Reaktion darauf – und um die Boni für die Mitarbeiter nicht zu gefährden – stellt SAP nun alle Kosten auf den Prüfstand: "Wir müssen in der zweiten Jahreshälfte die Ausgaben deutlich reduzieren, um unser internes Ziel zu erreichen."

Zu den Kostentreibern gehörten die Übernahmen, die Personalaufstockung sowie das Wachstum allgemeiner Ausgaben wie Reisekosten. "Anstatt zu reisen, sollte jeder nach Möglichkeit unsere Videokonferenz-Technik und Telepresence nutzen", appelliert der Finanzchef an die SAPler. Schon in der Krise 2008/09 gehörte das Softwarehaus zu den Unternehmen, die bei Dienstreisen radikal den Rotstift ansetzten. Auch das Personal soll nur noch beschränkt weiter aufgestockt werden. Brandt: "Ich möchte aber klarstellen, dass wir keinen Einstellungsstopp haben."

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