SAP hebt Wachstumsziele, Mietsoftware soll unabhängiger machen

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SAP hebt Wachstumsziele leicht an: Mehr Mietsoftware soll SAP unabhängiger machen

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Der Softwarekonzern SAP traut sich dank weiterhin robusten Wachstums mit Cloud-Produkten bis 2020 etwas mehr Umsatz und Gewinn zu.

Mit dem Umbau seines Geschäftsmodells hin zu mehr Mietsoftware wollte der Softwarekonzern SAP unabhängiger von den schwankenden Lizenzeinnahmen werden. Der Plan scheint aufzugehen.

Das noch vergleichsweise neue Geschäft mit Mietsoftware von SAP soll in den kommenden Jahren noch stärker wachsen als bislang geplant. Nach dem traditionell starken Schlussquartal im abgelaufenen Jahr zeigt sich die Führungsspitze des Dax-Konzerns etwas optimistischer und hob am Dienstag seine für 2020 gesetzten Ziele leicht an. Auch auf dieses Jahr blickt der Konzern etwas positiver. Analysten hatten schon erwartet, dass die Walldorfer bei den Anfang 2016 festgelegten Zielen für dieses Jahr und für 2020 noch Luft nach oben haben.

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Arbeiter befestigen einen Messe-Stand von SAP Quelle: REUTERS

Konkret rechnen SAP-Chef Bill McDermott und Finanzchef Luka Mucic 2017 - Wechselkurseinflüsse und Sondereffekte herausgerechnet - mit einem Umsatz zwischen 23,2 und 23,6 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von bis zu knapp 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Getrieben wird das Wachstum vor allem von der Cloudsparte mit Software zur Miete aus dem Internet, die mit 3,8 bis 4 Milliarden Euro Umsatz erneut um bis zu einem Drittel zulegen soll. Bis 2020 soll sich dieser Bereich auf 8 bis 8,5 Milliarden Euro verdoppeln bei einem Gesamtumsatz von 28 bis 29 Milliarden Euro.

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Um das Feld mit Cloudanwendungen auszubauen, hatte sich SAP in den vergangenen Jahren mit Milliardenübernahmen gerüstet. Der neue Bereich wächst kräftig und soll in diesem Jahr mit bis zu vier Milliarden Euro fast genauso viel einbringen wie das Geschäft mit Softwarelizenzen. 2018 soll die Cloud-Sparte dann größer sein als das Altgeschäft mit einmalig verkaufter Software, sagte Finanzchef Mucic.

Die Idee dahinter ist, dass SAP unabhängiger von den auch konjunkturabhängigen Softwarekäufen wird und der Anteil der wiederkehrenden, planbaren Umsätze größer wird. Das sind neben den Mieteinnahmen auch Erlöse aus Dienstleistungen rund um die verkaufte Software. 2020 soll dieser Anteil bei 70 bis 75 Prozent liegen.

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David Delaney will als Medizinchef von SAP den Gesundheitsmarkt erobern. Quelle: Jeff Singer für WirtschaftsWoche

Cloudsoftware zur Miete aus dem Internet hat sich in den vergangenen Jahren zum stabilen Wachstumstreiber für SAP entwickelt. Auch 2016 stieg der Umsatz dank der Mieteinnahmen 2016 um sechs Prozent auf 22,1 Milliarden Euro, obwohl die Cloud-Sparte das Wachstumsziel minimal verfehlte. Nach Steuern verdiente SAP mit 3,6 Milliarden Euro 18 Prozent mehr als im Vorjahr als noch ein teures Abfindungsprogramm zu Buche schlug. SAP baute damals aber nur Stellen in Bereichen ab, die kein Wachstum versprechen. Ende 2016 beschäftigte SAP mit 84 200 gut 7000 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor.

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