Schlechte Auftragslage: Spiegel-TV kündigt Stellenabbau an

Schlechte Auftragslage: Spiegel-TV kündigt Stellenabbau an

, aktualisiert 20. November 2011, 16:34 Uhr
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Hell erleuchtet strahlt das neue Verlagsgebäude der Mediengruppe um das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Quelle:Handelsblatt Online

Das neue Spiegel-Gebäude hat die Eröffnungsparty kaum hinter sich, da bricht beim Hamburger Verlag Katerstimmung aus. Bei der Fernsehtochter Spiegel TV sollen Arbeitsplätze wegfallen.

HamburgNur wenige Woche nach der Eröffnungsparty der spektakulären Firmenzentrale muss der Hamburger Verlag die Streichung on 26 Arbeitsplätze bei der Fernsehtochter Spiegel TV bekannt geben. „Der Markt wird enger, die Budgets knapper, die Geschäftsfelder immer kleinteiliger. Diesen Veränderungen müssen wir uns anpassen“, sagte Spiegel TV-Geschäftsführer Matthias Schmolz zur Begründung. Am Ende sollen bei Spiegel TV noch 150 Stellen erhalten bleiben.

Der Personalabbau ist keine Überraschung. Schon seit längerem kursierten in der Branche Gerüchte, dass die kriselnde Fernsehtochter um einen weiteren Stellenverlust nicht herumkommen werde.

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Bereits vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass bei Spiegel TV Infotainment 35 Stellen wegfallen werden. Denn der Privatsender Sat 1 beendet das von Johannes B. Kerner moderierte Magazin „Kerner“ zum Jahresende. Die von Markus Lanz moderierte ZDF-Sendung „Lanz kocht“ reicht hingegen nicht aus, alle Mitarbeiter der Verlagstochter Spiegel TV Infotainment weiter zu beschäftigen. „Ein solcher Vorgang ist durchaus üblich in der TV-Produktion, wenn wichtige Aufträge wegbrechen“, sagte „Spiegel“-Verlagschef Ove Saffe kürzlich dem Handelsblatt.

Die Fernsehtochter des Hamburger Verlags macht derzeit rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes der Spiegel-Gruppe aus. Nächstes Jahr könnte Spiegel Online laut Saffe erstmals Spiegel TV bei den Erlösen überholen.

Bereits im vergangenen Jahr machte Spiegel TV negativ von sich reden. Mehr als jede zehnte Stelle wurde gestrichen. Der langjährige Spiegel TV-Geschäftsführer Cassian von Salomon hat das Unternehmen im September einvernehmlich verlassen.

Wirtschaftlich geht es dem Spiegel-Verlag mit den Flaggschiffen „Spiegel“ und „Manager Magazin“ gut. Verlagschef Saffe prognostiziert 2011 eine leichte Umsatzsteigerung auf 325 Millionen Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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