Schnäppchen-Portal: Top-Investoren lassen Groupon fallen

Schnäppchen-Portal: Top-Investoren lassen Groupon fallen

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Groupon startet neue Rabattangebote in Deutschland.

Der einstige Börsenstar Groupon schafft die Wende nicht. Laut "Wall Street Journal" haben mindestens vier Top-Investoren ihre Anteile an dem schwächelnden Schnäppchen-Portal verkauft und stark reduziert. Auch die Zahl der Neukunden flaut massiv ab.

Große Investoren, welche noch kurz vor dem Börsengang in das Online-Schnäppchenportal Groupon investiert hatten, verlieren das Vertrauen in das E-Commerce-Unternehmen. Sie sollen deshalb ihre Anteile stark reduziert oder gleich ganz verkauft, und damit kräftig Kasse gemacht haben. Das berichtet das "Wall Street Journal". Bekanntester Aussteiger ist demnach Netscape-Gründer Marc Andreessen. Seine Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz habe kurz nach Ende der Haltefrist Anfang Juni ihren 5,1-Millionen-Aktienanteil verkauft, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Insider. Der Gründer von Netscape soll dabei einen Profit von beinahe 14 Millionen Dollar auf sein ursprüngliches Investment realisiert haben.

Neben Andreessen soll die schwedische Investmentfirma Kinnevik ihre 8,4-Millionen-Aktien abgestoßen haben. Massiv reduziert hat außerdem der Hedge Fund Maverick Capital seine Anteile: von 6,3 auf unter zwei Millionen. Der Investmentfonds-Riese Fidelity Management & Research wiederum hat laut dem Zeitungsbericht etwa ein Drittel seiner Aktien verkauft.

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Anleger zweifeln mittlerweile daran, ob das Geschäftsmodell des Unternehmens dauerhaft funktionieren kann. Zudem gerieten die Verantwortlichen wegen schlampiger Buchführung in die Schlagzeilen, inzwischen musste Groupon seine Bilanzen korrigieren. Dabei klang die Idee so einfach wie genial:

Das amerikanische Internet-Portal, das im November vergangenen Jahres an die Börse ging, bietet Unternehmen an, Gutscheine für ihre Produkte oder Dienstleistungen online zu verkaufen: für eine Massage, eine Autowäsche, eine Reinigung, einen Flammkuchen oder ein Wandtattoo mit der Skyline von Magdeburg. Dazu schließen die Unternehmen mit Groupon einen Vertrag. Interessiert sich eine bestimmte Zahl Konsumenten für einen Gutschein, kommt ein sogenannter Deal zu Stande. Das heißt, Groupon stellt die Gutscheine aus, zieht das Geld dafür bei den Käufern ein und sendet ihnen den Gutschein zu, den sie dann beim Unternehmen einlösen können. Das Unternehmen erhält in der Regel die Hälfte des Gutscheinwerts. Die andere Hälfte behält Groupon als Provision.

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Screenshot des Rabatthändlers Groupon Quelle: screenshot

Das Unternehmen versucht nun, das Geschäft über die Rabattcoupons hinaus auszuweiten. So gibt es in den USA unter anderem das Angebot Groupon Goods mit Rabatten auf Produkte und eine Plattform, die traditionelle Treuekarten ersetzen soll. Diese Geschäftsbereiche sind aber weniger lukrativ als die Coupons, bei denen Groupon bislang meist die Hälfte des Preises einstreichen konnte.

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