Selbstaufspaltung von HP: Die Probleme der beiden neuen Technologie-Konzerne bleiben

Selbstaufspaltung von HP: Die Probleme der beiden neuen Technologie-Konzerne bleiben

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Ab 1.11. firmiert nur noch das PC- und Druckergeschäft unter HP Inc. Deren Aktionäre erhalten am 2.11. eine Aktie der abgespaltenen Hewlett Packard Enterprise.

von Michael Kroker

Vom 1. November an marschieren das PC- und Druckergeschäft HP Inc. sowie der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise als getrennte Unternehmen. Was sich dadurch verändert - und was nicht.

Mal hatten es Analysten gefordert, mal hatte es ein früherer Vorstandschef geplant und dann doch wieder verworfen: Die Rede ist von der Aufspaltung des angeschlagenen amerikanischen IT-Giganten Hewlett-Packard (HP).

Die seit Ende 2011 amtierende HP-Chefin Meg Whitman steht bei der vor gut einem Jahr angekündigten Selbstzerlegung nun vor dem finalen Schritt: Mit Wirkung zum 1. November teilt sich der Konzern auf in zwei Teile – ziemlich genau entlang der Trennlinie zwischen PC-/Drucker- und Unternehmens-IT-Geschäft.

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Unter dem Namen Hewlett Packard Enterprise operiert künftig das gesamte IT-Portfolio mit Server- und Speicher-Hardware, Unternehmens-Software bis hin zu IT-Dienstleistungen. Das neue Unternehmen setzte im vergangenen Jahr rund 55 Milliarden Dollar um – das ist ziemlich genau die Hälfte des Gesamtkonzern im Jahr 2014 mit 111,5 Milliarden Dollar. CEO des neuen IT-Riesen wird die bisherige HP-Gesamt-Chefin Whitman.

In der andere Hälfte HP Inc. verbleibt der etwas größere Rest, also vor allem das PC- und das Drucker-Geschäft sowie Mobilgeräte und Scan-Lösungen. Auf den Posten des HP-Vorstandschef rückt dann Dion Weisler, bisher Chef der sogenannten Printing and Personal Systems Group innerhalb von HP.

Technisch gesehen vollzieht sich die Aufspaltung als sogenannter Spin-off, das bedeutet: Am Montag erhält jeder HP-Aktionär eine Aktie von Hewlett Packard Enterprise. Meg Whitman wird am Montag persönlich an der Wall Street zugegen sein und die altehrwürdige Glocke zum Börsenstart klingeln.

Die beliebtesten Druckerhersteller der Welt

  • Platz 5

    Samsung
    Marktanteil: 5,1 Prozent

    Quelle: Statista / IDC, Stand: 2013

  • Platz 4

    Brother
    Marktanteil: 7,3 Prozent

  • Platz 3

    Epson
    Marktanteil: 13,9 Prozent

  • Platz 2

    Canon
    Marktanteil: 20,7 Prozent

  • Platz 1

    Hewlett Packard
    Marktanteil: 39, 9 Prozent

Ab dann wird ihr verkleinertes Baby unter dem Kürzel „HPE“ an der New York Stock Exchange (NYSE) auf dem Kurszettel gelistet sein.

Mit diesem finalen Schritt endet die nunmehr knapp 76 jährige Geschichte von HP als integrierter Technologiekonzern. Gewiss gibt es gute Gründe für die beiden Einzelunternehmen, nun getrennt voneinander zu marschieren. Andererseits gab es die in umgekehrter Richtung auch dafür, die verschiedenen Sparten unter einem Dach zu behalten.

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