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Smartphone: Blackberry setzt auf neues Betriebssystem

Quelle: Handelsblatt Online

Das neue Smartphone-Betriebssystem Blackberry 10 findet Anschluss an wichtige Soziale Netzwerke. Zum Marktstart Anfang kommenden Jahres stünden passende Zusatzprogramme - sogenannte Apps - bereit.

Thorsten Heins, Präsident und CEO von Research in Motion. Quelle: dapd
Thorsten Heins, Präsident und CEO von Research in Motion. Quelle: dapd

Mit dem neuen Betriebssystem Backberry 10 will der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) sein Comeback auf dem umkämpften Mobilfunk-Markt schaffen. "Wir geben zu, ein Wandel ist notwendig", sagte RIM-Chef Thorsten Heins am Dienstag bei einer Konferenz von Softwareentwicklern im kalifornischen San José. Dieser Wandel soll mit der neuen Version des Betriebssystems gelingen, das Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen soll.

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Mit der neuen Software sollen unter anderem die Bedienung und das Finden von Apps einfacher werden, die Sicherheitsvorkehrungen werden gestärkt und die Verwaltung des Kalenders soll verbessert werden. Überdies plant RIM ein Programm, mit dem das Smartphone auf verschiedenen Benutzeroberflächen für private und berufliche Zwecke in einem Gerät eingesetzt werden kann. Diese Eigenschaft werde die Entwicklungen der kommenden zehn Jahren prägen, sagte Heins.

Schwere Aufgaben liegen vor dem neuen RIM-Chef Thorsten Heins. Die Aktie hat im vergangenen Jahr dramatisch an Wert verloren, zudem geriet das Unternehmen mit einem mehrtägigen Ausfall ihrer Email-Server negativ in die Schlagzeilen. Um den Blackberry-Hersteller wieder Erfolgen wie einst zu führen, muss Heins die Fehler, die unter der Führung seiner Vorgänger Mike Lazaridis und Jim Balsillie begangen wurden, ausmerzen. Eine Analyse der sieben größten Versäumnisse.

Bild: Reuters

Die starke Konkurrenz von Apple und anderen Smartphone-Herstellern, die auf dem Google-Betriebssystem Android basieren, hat RIM in den vergangenen Jahren stark unter Druck gesetzt. Der Konzern musste Tausende Arbeiter entlassen, um Verluste auszugleichen.

Es galt keineswegs als sicher, dass die Internetfirmen den Blackberrys die Treue halten. Der Siegeszug von Apples iPhone und Telefonen mit dem Android-Betriebssystem hat dem Smartphone-Pionier schwer zugesetzt. Nach Daten des Branchenbeobachters IDC hatten Blackberrys im zweiten Quartal nur noch einen Anteil von 4,8 Prozent an den gesamten Auslieferungen. Das war weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. RIM schrieb zuletzt hohe Verluste. 5000 Mitarbeiter sollen im Zuge eines Sparprogramms gehen.

Nokia Lumia 800/900 - Hoffnungsträger
Nokia geht es schon länger nicht mehr gut, deshalb ruht alle Hoffnung auf dem Lumia 900. Das Smartphone ist bereits seit einigen Monaten in den USA zu haben und dort auch ganz erfolgreich. Jetzt gibt es das neue Smartphone mit Windows Phone 7 Betriebssystem auch in Deutschland. Das Gerät soll eine Trendwende für den ehemaligen Handy-Weltmarktführer bringen.

Die aus Polycarbonat-Blöcken gefrästen und mit Unibody-Gehäusen versehenen Telefone glänzen mit erstklassigen OLED-Displays von 3,7 und 4,3 Zoll Diagonale sowie je 800x480 Pixeln Auflösung. Auch die Acht-Megapixel-Kameras sind standesgemäß. Während das Modell 800 für UMTS-Netze ausgelegt ist, bringt das Lumia 900 bereits einen LTE-Chip für die nächste Funkgeneration mit. Theoretisch sind darin Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde möglich. Nokia nennt für das zunächst nur im US-Netz von AT&T verfügbare Modell 900 ein maximales Download-Tempo von 50 Mbit/Sekunde.

Technik, Preis:
Windows Phone 7.5
9,4- (L 800) bzw. 11-Zentimeter-Display (L 900)
800x480 Bildpunkte
Acht-Megapixel-Kamera
Preis: rund 400 Euro (Lumia 800, ohne Vertrag) beziehungsweise ab 495 Euro (Lumia 900)

Bild: REUTERS

Das grundlegend erneuerte Betriebssystem Blackberry 10 soll die Wende bringen. Nach mehreren Verzögerungen sind erste Geräte für das Auftaktquartal 2013 angekündigt. Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins hofft, dass bestehende Blackberry-Besitzer umsteigen. Nach seinen Worten gab es zuletzt weltweit 80 Millionen Nutzer. Vor allem in Schwellenländern haben Blackberrys als Einsteigergerät noch viele Fans. Zudem setzen Firmen weiterhin auf den als besonders sicher geltenden E-Mail-Dienst.

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