Smartphone: Licht im Blackberry-Tunnel

KommentarSmartphone: Licht im Blackberry-Tunnel

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Gute Nachrichten den angeschlagenen Smartphone-Hersteller RIM: Ein bislang noch unbekannter Kunde habe eine Million Geräte geordert.

von Thomas Kuhn

Mit acht Prozent Kursplus hat die Börse auf die Ankündigung von Blackberry reagiert, ein Kunde habe eine Million Geräte geordert. Gute Nachrichten den angeschlagenen Smartphone-Bauer - aber keine Wiederauferstehung.

Auf solche Nachrichten hat Thorsten Heins lange gewartet. Fast zwei Jahre lang hatte der kanadische Smartphone-Produzent Blackberry, an dessen Spitze der deutsche Manager vor Jahresfrist aufgerückt ist, Kunden und Anleger vertrösten müssen. Statt neuer Produkte oder Kursgewinne kannten Absatzzahlen und Börsenbewertung nur eine Richtung: abwärts.

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Nun aber konnten die Kanadier nur gut einen Monat nach der Präsentation des neuen Smartphones Z10 endlich wieder einen Erfolg melden: Ein - bisher noch unbekannter - Netzbetreiber habe immerhin eine Million neuer Geräte geordert, teile das Unternehmen in einer Börsennotiz mit. Es sei die bisher größte Einzelbestellung von Blackberrys, berichteten die Kanadier.

Die Händler dankten es mit einem der größten Kurssprünge der vergangenen Jahre: Zum Börsenschluss lag das Unternehmen mit einem Plus von acht Prozent bei 15,65 Dollar.

Gemessen am Gesamtabsatz von nur noch sieben Millionen Geräten im vergangenen Jahr ist das ein enorm wichtiger Auftrag. Und Fans der einst so angesagten E-Mail-Maschinen sowie Blackberry-Investoren fragen sich nun gleichermaßen: Markieren Kursgewinn und Kundenorder tatsächlich der Beleg für die erfolgreiche Trendwende zum Besseren?

London 2013 Blackberry-Launch - die Droge wirkt wieder

RIM hat seine neuen Blackberrys vorgestellt. Für den angeschlagenen Smartphone-Trendsetter ist es vermutlich die letzte Chance, auf die Erfolgsspur zurückzufinden. Die Chancen stehen besser als erwartet.

huGO-BildID: 29653479 Thorsten Heins, CEO of Research in Motion, announces that the company will now be known as BlackBerry, Wednesday, Jan. 30, 2013 in New York. The new BlackBerry smartphone is promising a speedy browser, a superb typing experience and the ability to keep work and personal identities separate on the same phone, the fruit of a crucial, long-overdue makeover for the Canadian company. (Foto:Mark Lennihan/AP/dapd) Quelle: dapd

Sie ist es sicher nicht. Denn tatsächlich ist es ja nicht so, als hätten die Kanadier nicht bereits zig-tausende der neuen Geräte an Netzbetreiber etwa in Deutschland, Großbritannien und Kanada verkauft. Zudem dümpelte der Marktanteil des einstigen Haben-Müssen-Produktes zuletzt bei nur noch 3,5 Prozent des Gesamtmarktes.

Da sind eine Million zusätzlich abgesetzte Geräte zwar eine bemerkenswerte Zahl. Aber noch ist nicht klar, über welchen Zeitraum der Kunde die neuen Smartphones abnehmen will. Das können Wochen sein, oder Monate. Zum Vergleich, als Apple im Herbst 2011 den Verkauf seines iPhone 4s startete, war die erste Million Geräte nach nur 24 Stunden verkauft.

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Insofern ist die Millionen-Order, die Heins nun vermelden konnte, noch kein Beleg für eine erfolgreiche Trendumkehr, aber - unbestritten - für Blackberry eine exzellente Nachricht. Oder um es so zu sagen: Ob wirklich schon Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, ist noch offen. Aber zumindest hat mal jemand im Tunnel die Lampen wieder eingeschaltet.

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