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Smartphones: HTC schließt Standorte und entlässt 1.000 Beschäftigte

von Achim Sawall Quelle: Golem

Die One-Produktserie von HTC verkauft sich nicht wie erhofft. Der taiwanische Smartphonehersteller beginnt deshalb einen Stellenabbau und spart bei Forschung und Entwicklung.

HTC-Chef Peter Chou Quelle: REUTERS
HTC-Chef Peter Chou schließt weltweit mehrere Standorte und baut rund 1.000 Arbeitsplätze ab Quelle: REUTERS

HTC schließt weltweit mehrere Standorte und baut rund 1.000 Arbeitsplätze ab. Das berichtet die taiwanische Branchenzeitung Digitimes aus informierten Kreisen. Danach steht der Smartphonehersteller unter Druck durch schwache Verkaufszahlen der HTC-One-Produktserie in Europa und Nordamerika.

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HTC schließt einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung im US-Bundesstaat North Carolina und Büros in Brasilien. Beschäftigte in der Entwicklungsabteilung wurden gekündigt. Für 600 Arbeiter sollen die Verträge nicht verlängert worden sein. Insgesamt sollen knapp 1.000 Mitarbeiter von dem Abbau betroffen sein.

Stellenabbau "nicht erheblich"

HTC erklärte der Digitimes, dass die Maßnahmen saisonbedingt und durch neue staatliche Regelungen bedingt seien. HTC hat 16.500 Beschäftigte, davon 4.000 im Bereich Forschung und Entwicklung. Daher sei der Stellenabbau "nicht erheblich", betonte das Unternehmen. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2011 sind Gewinn und Umsatz gesunken. Falls das Geschäft für das taiwanische Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2012 nicht anzieht, seien weitere Entlassungen möglich, berichtet die Digitimes.

Smartphones mit Schnappschuss-Fähigkeit

Android-Pionier HTC geht auf dem Mobile World Congress wieder in den Angriffsmodus über. Drei Smartphones mit dem neusten Android-4-System sollen der Konkurrenz das fürchten lernen – und zwar nicht nur der Smartphone-Konkurrenz, sondern auch Einsteiger-Digitalkameras. In Barcelona stellt HTC das One X (Mitte), One S (links) und das One V (rechts) vor.

Digitalkameras werden mit den den drei Modellen überflüssig, behauptet HTC. Das Konzept: Schnelle Auslösung des Fotos, schneller Autofokus und eine große Blende. Ein neuer Chip soll dafür sorgen, dass die Smartphones in nur 0,7 Sekunden zur Aufnahme eines Fotos bereit sind, der Autofokus benötigt nur 0,2 Sekunden. Ebenfalls innovativ: Alle drei Modelle haben den Cloud-Speicher Dropbox bereits integriert. Das erleichtert das Speichern von Fotos im Netz, sodass sie auf allen Geräten verfügbar sind – vom Smartphone bis zum PC. HTC-Kunden haben auf 25 Gigabyte kostenlosen Online-Speicher Zugriff. Normal sind bei Dropbox 2 Gigabyte kostenloser Speicher. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Eigenschaften der drei HTC-Geräte im einzelnen vor.

Bild: PR

Wie die Taipei Times berichtete, erwartet die Investmentbank Goldman Sachs, dass "HTCs Liefermenge in Nordamerika gegenüber dem Vorjahr um 68 Prozent auf 6,7 Millionen, und in Europa um 38 Prozent auf 5,8 Millionen einbricht." Für das Jahr 2012 soll die HTC-Liefermenge insgesamt um 28 Prozent zurückgehen.

HTC hat laut einem unbestätigten Bericht die finanziellen Zusagen an Dr. Dres Kopfhörermarke Beats nicht einhalten können und musste das Geschäft darum am vergangenen Wochenende teilweise rückgängig machen. Statt der Mehrheit von Beats für 309 Millionen US-Dollar konnten nur noch 25 Prozent der Anteile erworben werden. HTC machte dabei einen Verlust von 4,88 Millionen US-Dollar.

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HTC soll zudem von Microsoft von der Entwicklung der ersten Windows-8-Tablets ausgeschlossen sein. HTC würde nicht genügend Geräte mit dem neuen Betriebssystem verkaufen können und verfüge nicht über ausreichende Erfahrung mit Tablets, so die Begründung. Ausgewählt wurden andere Unternehmen mit einem höheren Verkaufsvolumen und mehr Tablet-Erfahrung. International hat HTC nur das Android-Tablet Flyer auf dem Markt.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Golem.de

Quelle: Golem
1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 26.07.2012, 00:11 UhrPoster67

    Die Übermacht von Apple und Samsung ist offenbar zu groß.
    Wenn an den Gerüchten zur exklusiven Fertigung von Geräten für Microsoft - bei welchem die Marke von HTc etwas im Hintergrund stehen soll - etwas dran ist, dann könnte dies ein turnwaround werden. Jedoch in dem Fall dann auch ein herber Rückschlag oder gar der todesstoß für Nokia

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