Smartphones: Xiaomi sichert sich Patente von Nokia

Smartphones: Xiaomi sichert sich Patente von Nokia

, aktualisiert 05. Juli 2017, 11:47 Uhr
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Das chinesische Unternehmen und Nokia gewähren sich in einer mehrjährigen Vereinbarung Zugang zu ihren Patenten.

Quelle:Handelsblatt Online

In China gehört Xiaomi zu den wichtigsten Playern im Smartphone-Geschäft. Die internationale Expansion stockte bisher, weil die Chinesen im Westen Patentklagen fürchten. Ein Patentdeal mit Nokia könnte das ändern.

Peking/EspooDer chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi munitioniert sich weiter mit Patenten von Branchenschwergewichten für eine rasantere internationale Expansion. Nach Microsoft verkaufte auch Nokia den Chinesen ein Paket an Schutzrechten, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Xiaomi und der finnische Netzwerkausrüster gewährten sich zugleich in einer mehrjährigen Vereinbarung Zugang zu ihren Patenten, die zum Kern technischer Standards gehören. Nokia als Mobilfunk-Pionier und einstiger Handy-Weltmarktführer hält viele grundlegende Patente in der Branche.

Die Expansion von Xiaomi über den Heimatmarkt und Asien hinaus wurde neben eingeschränkten finanziellen Ressourcen auch von der Angst vor Patentklagen aufgehalten. In dem Geschäft wird mit harten Bandagen gekämpft und westliche Märkte sind ohne eine Absicherung bei den Patenten nicht zu erschließen.

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Xiaomi rückte vor einigen Jahren in die Spitzengruppe der chinesischen Smartphone-Anbieter mit dem Geschäftsmodell vor, technisch hochgerüstete Geräte vergleichsweise günstig über das Internet zu verkaufen. Die Dimension des chinesischen Marktes machte die Firma auch zu einem der weltgrößten Smartphone-Anbieter. Inzwischen verkaufen aber andere junge Rivalen wie Oppo und Vivo mehr Smartphones in China als Xiaomi und große Konzerne wie Huawei, ZTE und Lenovo wollen weltweit vorne mitspielen.

Xiaomi versucht unterdessen, das Geschäft als Anbieter von Haushaltsgeräten von Fritteuse und Luftreiniger bis zum Fernseher auszubauen und will bis 2019 ein Netz aus 1000 eigenen Läden aufbauen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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