Snapchat: Alibaba steigt bei Foto-Start-up ein

Snapchat: Alibaba steigt bei Foto-Start-up ein

Der chinesische Internet-Riese Alibaba steigt bei der Foto-Plattform Snapchat ein. Der Dienst ist für seine von allein verschwindenden Bilder bekannt. Alibaba soll angeblich 200 Millionen Dollar investieren.

Alibaba beteiligt sich einem Medienbericht zufolge mit 200 Millionen Dollar an dem US-Start-up Snapchat. Diese Investition bewerte den vor vier Jahren gegründeten Foto-Messenger-Dienst mit 15 Milliarden Dollar, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit gehört die Firma aus Los Angeles zu den wertvollsten Start-ups in Privatbesitz und rückt größeren Konkurrenten wie Facebook und Twitter stärker auf den Leib.

Die Besonderheit an Snapchat ist, dass die verschickten Fotos nur für kurze Zeit auf den Geräten des Empfängers sichtbar sind, bevor sie wieder verschwinden. Im Januar hatte das Start-up begonnen, auch Videos und Nachrichten größerer Medienanbieter wie CNN anzubieten. Zudem ist es Nutzern möglich, sich gegenseitig Geld zu schicken. Dabei kooperiert Snapchat mit dem Onlinebezahl-Anbieter Square. Ende 2013 wurde Snapchat noch mit rund drei Milliarden Dollar bewertet. Zu diesem Preis wollte damals Facebook das Unternehmen übernehmen.

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Der Aufstieg von Alibaba

  • Chinesischer Riese

    Chinas größter Online-Händler Alibaba will bei seinem Börsengang in New York alle Rekorde knacken. Ein Überblick.

    Quellen: rtr / Unternehmen

  • 1999

    Der frühere Englischlehrer Jack Ma gründet Alibaba mit 17 Mitstreitern in seiner Wohnung. Alibaba.com ist die erste Internet-Handelsplattform in China.

  • 2002

    Die Firma arbeitet bereits profitabel.

  • 2003

    Alibaba startet das Internet-Auktionshaus Taobao sowie das Online-Zahlungssystem Alipay.

  • 2005

    Yahoo steigt bei Alibaba ein und zahlt eine Milliarde Dollar für einen 40-Prozent-Anteil. Alibaba übernimmt Yahoo China. Quasi über Nacht ist Alibaba nun in fast allen lukrativen Internetbereichen stark.

  • 2007

    Alibaba.com geht am 6. November an die Hongkonger Börse. Die Plattform nimmt dabei 1,5 Milliarden Dollar ein.

  • 2011

    Alibaba gründet Ali Finance, einen Ableger, der klassische Dienstleistungen einer Bank anbietet.

  • 2012

    Alibaba.com gibt sein Listing an der Börse in Hongkong wieder auf, um den Weg für einen Mega-Börsengang des gesamten Konglomerats in den USA frei zu machen. Yahoo beginnt zudem damit, seinen Anteil an Alibaba zu verringern und hält seit September 2012 nur noch 24 Prozent.

  • 2013

    Alibaba ernennt Firmen-Urgestein Jonathan Lu zum Nachfolger von Konzernchef und -Gründer Ma. Ma begleitet sein Unternehmen nur noch als Verwaltungsratschef. Alibaba steigt zudem bei der chinesischen Twitter -Version Weibo ein und verschafft sich damit ein Standbein im rasant wachsenden Markt mit Internet-Netzwerken.

  • 2014

    Das chinesische Amazon -Pendant strebt an die New Yorker Börse. Aus einem 18-Mann-Betrieb hat Ma einen Konzern mit rund 25.000 Mitarbeitern und 300 Millionen Kunden geformt.

Zunächst war unklar, welchen direkten Zugewinn sich Alibaba von der Beteiligung an Snapchat verspricht. Der US-Dienst, der nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen überwiegend junge Nutzer hat, ist in China blockiert. Zuletzt hatte Alibaba, die seit 2014 nach einem gigantischen Marktdebüt an der Wall Street notiert sind, die Entwicklung von mobilen Angeboten für Smartphones und Tablets zur Priorität erklärt.

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Der Versuch, selbst eine erfolgreiche Messenger-App auf den Markt zu bringen, war hingegen nicht von Erfolg gekrönt. Der WeChat-Dienst von Dauerrivale Tencent Holdings ist in Asien weiterhin Marktführer. Tencent ist Medienberichten zufolge ebenfalls an Snapchat beteiligt.

Alibaba konkurriert weltweit mit Amazon und eBay um die Gunst der Online-Nutzer. Ähnlich wie Amazon investiert der chinesische Großkonzern in viele Bereiche, um den neuesten Trend nicht zu verschlafen. Dazu gehört nun auch die Entwicklung von Autos, die stark mit dem Internet kommunizieren. Alibaba investiert nach Angaben vom Donnerstag zusammen mit dem chinesischen Autobauer und Volkswagen -Partner SAIC Motor umgerechnet 160 Millionen Dollar in einen entsprechenden Fonds.

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