Software AG und Bosch: Kooperationsvertrag sticht schwaches drittes Quartal

Software AG und Bosch: Kooperationsvertrag sticht schwaches drittes Quartal

, aktualisiert 14. Oktober 2016, 11:34 Uhr
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Das deutsche Software-Unternehmen sieht sich dank einer Kooperation mit Bosch trotz eines schwachen dritten Quartals auf Kurs.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz schlechter Nachrichten für das dritte Quartal: Die Software AG blickt optimistisch in die Zukunft. Das Minus bei Umsatz und Gewinn sei nur kalendarisch bedingt. Wichtiger sei ein Kooperationsvertrag mit Bosch.

DarmstadtDie Software AG hat eine mit Großaufträgen verbundene strategische Partnerschaft mit dem Technologiekonzern Bosch geschlossen. Sie sieht sich trotz eines schwachen dritten Quartals daher auf gutem Weg, ihre Jahresziele zu erreichen.

Im dritten Quartal war der Umsatz der Software AG um acht Prozent auf 198,3 Millionen Euro zurückgegangen, wie das im TecDax notierte Unternehmen überraschend in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mitteilte. Ursprünglich war die Zahlenvorlage in der kommenden Woche geplant.

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Neben dem Umsatzrückgang belastete ein Rechtsstreit in den USA das Ergebnis mit rund fünf Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um ein Viertel auf 50,1 Millionen Euro ein. Umsatz und Ebit verfehlten damit die Erwartungen der von Bloomberg befragten Experten.

Der Vertrag mit Bosch sei Anfang Oktober unterschrieben worden, deshalb sei ein für das dritte Quartal geplanter Umsatz in Millionenhöhe später als erwartet verbucht worden, erklärte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt am Freitag im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Auch ein Großauftrag des italienischen Unternehmens Octo Telematics habe sich verschoben. Dies sei der Grund für den rückläufigen Lizenzumsatz im wichtigen Geschäftsfeld Digital Business Platform (DBP). Doch sei dies nur ein Kalendereffekt und kein Hinweis auf eine operative Schwäche.

Die Partnerschaft mit Bosch nannte er ein Leuchtturm-Projekt für die Software AG. „Wir gehen davon aus, dass wir Folgegeschäft akquirieren werden“, sagte Zinnhardt. Es gebe schon Gespräche über die nächsten Schritte. Über die gut fünf Millionen Euro hohe Belastung des Ergebnisses durch einen Rechtsstreit in den USA hinaus seien keine weiteren finanziellen Folgen in diesem Fall zu erwarten. Anders als einige Analysten vermuteten, litt die Software AG laut Zinnhardt bisher auch nicht unter dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens, obwohl das Land ein wichtiger Markt für die Darmstädter ist.

Die Jahresprognose engte der Finanzchef ein: In der Sparte DBP werde maximal die Mitte der Prognosespanne von fünf bis zehn Prozent mehr Produktumsatz erreicht. Der Umsatz im Datenbankgeschäft und die Prognose für die Rendite werde im mittleren bis oberen Bereich der erwarteten Spannen liegen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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