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Software-Konzern: SAP sagt Oracle den Kampf an

von Michael Kroker

Der Rekord von 2011 soll bei SAP den Auftakt für ein Turbowachstum bis 2015 bilden – und für einen Generalangriff auf den Rivalen Oracle.

Die SAP-Vorstandschefs Jim Hagemann Snabe (rechts) und Bill McDermott Quelle: dpa
Die SAP-Vorstandschefs Jim Hagemann Snabe (rechts) und Bill McDermott, wollen das Tempo weiter hochhalten. Quelle: dpa

Derartig euphorisch gaben sich Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott noch nie. Der Gesamtumsatz von SAP, schwärmten die beiden Chefs des deutschen Vorzeige-Softwarekonzerns, sei 2011 auf 14,2 Milliarden Euro geklettert, ein währungsbereinigtes Plus von 15 Prozent.

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Die Softwareerlöse explodierten regelrecht um satte 22 Prozent auf rund vier Milliarden Euro – ein gutes Omen, da Umsätze durch künftige Wartung der umfänglichen Programme auf diese Weise sicher sind. Und auch das Betriebsergebnis sei ohne Berücksichtigung von Währungskursen um 19 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro gewachsen.

SAP Aktien-Info Quelle: Unternehmensangaben, Thomson Reuters, Bloomberg
SAP Aktien-Info Quelle: Unternehmensangaben, Thomson Reuters, Bloomberg

Knapp zwei Jahre ist es her, dass der Däne Snabe und der Amerikaner McDermott im badischen Walldorf das Ruder von ihrem glücklosen Vorgänger Léo Apotheker übernahmen. Doch wer in den Rekordzahlen vom vorvorigen Freitag ein inszeniertes Strohfeuer befürchtete, das den Wechsel an der SAP-Spitze in ein möglichst freundliches Licht tauchen sollte, der irrt.

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Im Zeichen der Beschleunigung

In einer internen E-Mail, die der WirtschaftsWoche vorliegt, kündigt das Spitzenduo an, alles Bisherige sogar noch toppen zu wollen. „Wenn 2011 unsere Konzentration der Umsetzung unserer Strategie galt und wir bewiesen haben, dass sie die richtige ist, steht 2012 ganz im Zeichen der Beschleunigung“, schreiben Snabe und McDermott an die SAP-Mitarbeiter. „Im Jahr 2015 werden wir mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz machen, eine Marge von 35 Prozent verzeichnen und das Leben von einer Milliarde Menschen durch unsere Software beeinflussen.“

Damit kündigen die beiden nicht nur an, gegenüber 2011 die Einnahmen um fast die Hälfte sowie die Umsatzrendite um rund zwei Prozentpunkte zu steigern. Treffen die Prognosen ein, wären die SAP-Bosse bei der Profitabilität endgültig auch auf Augenhöhe mit dem US-Rivalen Oracle und dessen angriffslustigem Chef Larry Ellison. Trotz einer Übernahmewelle konnte Ellison den Spitzenplatz von SAP im Geschäft mit Software zur Steuerung von Unternehmensprozessen bisher nicht gefährden.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.01.2012, 12:50 UhrAnonymer Benutzer: Mitchissl

    Sicher kennen Sie "die meisten Entscheider und Berater" persönlich. Die Konsequenz, das Geld gehe in SAP "seinen" Fussballverein ist auch herrlich erquickend. Mehr von diesem Unsinn bitte!

  • 25.01.2012, 12:20 UhrAnonymer Benutzer: bond

    Wer die Standard-Anwendungs-Probleme mag ok. Die meisten Entscheider und Berater machen doch gar keine objektive und professionelle Softwareauswahl mehr; sondern lassen sich das Geld aus der Tasche ziehen damit SAP seinen eigenen Fussball-Verein hat. Das ist doch alles nur noch Marketing.

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