Softwarekonzern: SAP treibt Wandel in Richtung Cloud-Geschäft voran

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Softwarekonzern: SAP treibt Wandel in Richtung Cloud-Geschäft voran

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Zwar wächst SAP langsamer, aber trotzdem hat das deutsche IT-Unternehmen viele Fortschritte gemacht

von Michael Kroker

Der Softwarekonzern SAP aus dem nordbadischen Walldorf kommt gut voran im wichtigen Zukunftsgeschäft mit der Cloud. Zugleich zeigen sich erste Erfolge in der SAP-Strategie, vom Erzrivalen Oracle unabhängig zu werden.

Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware hat heute Morgen seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014 vorgelegt. Dabei hat sich wieder einmal gezeigt: SAP wird nun schon seit geraumer Zeit von der Euro-Stärke ausgebremst. So stiegen Umsatz und Betriebsergebnis vor Steuern jeweils nur um zwei Prozent; währungsbereinigt waren es sechs respektive sieben Prozent.

So weit, so wenig überraschend – zumal das erste Quartal für SAP nach dem vorangegangenen starken Schlussquartal traditionell eher ein auftragsschwacher Zeitraum ist. Umso bedeutsamer dagegen die Veränderungen, die sich unter der Oberfläche bei den Walldorfern abspielen.

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Und da hat SAP im jüngst abgelaufenen Finanzquartal bewiesen, dass das Unternehmen mitten in einem bisher erfolgreichen Umbau steckt: So wandeln sich die Walldorfer gerade weg vom traditionellen Software-Verkäufer hin zum Anbieter von Mietsoftware moderner Prägung.

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Diese Neudeutsch auch Cloud genannte Geschäfts- und Vertriebsmodell sorgt aktuell zwar erst für gut sechs Prozent des Gesamtumsatzes; allerdings wächst es mit einem währungsbereinigten Plus von 38 Prozent auch rasant. Damit ist SAP auf bestem Wege, den für das Jahr 2017 prognostizierten Cloud-Umsatz zwischen 3 und 3,5 Milliarden Euro zu erreichen. Aktuell liegen die Cloud-Erlöse hochgerechnet aufs Gesamtjahr bei 1,1 Milliarden Euro.

Alternative zu Oracle

Ein weiterer wichtiger Erfolg für die Walldorfer: Die SAP-Strategie, vom Erzrivalen Oracle unabhängiger zu werden, trägt erste Früchte. Bisher nutzt der Großteil der SAP-Kunden, allen voran Großkonzerne, die Unternehmenssoftware der Walldorfer auf Basis von Oracle-Datenbanken. So ist SAP indirekt einer der wichtigsten Vertriebspartner von Oracle – und das, obwohl dessen Chef Larry Ellison den deutschen Konkurrenten seit Jahren mit Prozessen drangsaliert und mit eigener Software um die Kunden buhlt.

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Seit gut einem Jahr haben die Walldorfer nun eine eigene Alternative zu Oracle im Angebot: Im Januar 2013 war es SAP-Mitgründer und -Aufsichtsratsboss Hasso Plattner höchstpersönlich, der das Komplettpaket aus Unternehmenssoftware Business Suite und der SAP-eigenen Hochleistungsdatenbank Hana präsentiert hat.

Eine eindeutige Kampfansage in Richtung Oracle – die offenbar aufgeht: Laut SAP nutzen inzwischen bereits annähernd 1000 Kunden die Business Suite basierend auf Hana. Ein Erfolg, der mittelfristig für SAP ähnlich wichtig werden könnte wie die Umstellung auf die Cloud.

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