Sparplan sichert Milliardenkredite: Bei Sharp sind 11.000 Jobs in Gefahr

Sparplan sichert Milliardenkredite: Bei Sharp sind 11.000 Jobs in Gefahr

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Ein LCD-Fernseher des Modells Sharp Aquos.

Weil der Elektronikkonzern dringend neue Kredite braucht, will er mehr als doppelt so viele Stellen streichen wie geplant. Außerdem will Sharp sich stärker auf die Smartphone- und Tablet-Produktion konzentrieren.

Der angeschlagene japanische Traditionskonzern Sharp kann Finanzkreisen zufolge schon bald mit überlebenswichtigen Krediten in Milliardenhöhe rechnen. Bereits am Donnerstag könnten die Banken grünes Licht für Darlehen über umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro geben, sagte ein Insider bei einem Hauptkreditgeber am Dienstag zu Reuters. Grundlage für den zur Fortführung des Geschäfts notwendigen Kredit sei ein den Banken vorgelegter Rettungsplan, mit dessen Hilfe Sharp wieder in die Gewinnzone zurückkehren wolle. Unklar sei allerdings noch, ob die Geldgeber Nachbesserungen bei dem Sparplan fordern oder die Gelder schon am Donnerstag freigeben. Letztendlich würden die neuen Darlehen aber wohl bewilligt, weil die Banken ansonsten Gefahr liefen, Sharps gesamten Schuldenberg abschreiben zu müssen. Weder der Elektronikkonzern noch die Banken äußerten sich dazu.

Elektronik-Konzern Sharp könnte 10.000 Mitarbeiter entlassen

Anteilsverkäufe und Stellenstreichungen sollen die Rettung für die Japaner sein.

Möglicherweise trennt sich Sharp im rahmen von Sparmaßnahmen von bis zu 10.000 Mitarbeitern. Quelle: dpa


Sharp muss kurzfristig Anleihen über umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro zurückzahlen und gleichzeitig die Finanzierung durch Kreditgeber sicherstellen, an deren Spitze die Finanzinstitute Mizuho und Mitsubishi UFJ stehen. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, dass der Elektronikriese den angekündigten Stellenabbau von weltweit 5000 Mitarbeitern auf insgesamt 11.000 mehr als verdoppeln wolle. Zugleich solle das Absatznetz auf dem Heimatmarkt schrumpfen und das Geschäft mit Solar-Panelen eingestampft werden, um Geld zu sparen. Laut Kyodo rechnet Sharp in dem den Banken vorgelegten Geschäftsplan für das kommende Geschäftsjahr (per Ende März 2014) mit umgerechnet rund 150 Millionen Euro Gewinn, nach einem für dieses Jahr erwarteten Verlust von 2,5 Milliarden Euro.

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Dringende Geldspritze Sharp ringt mit Taiwan-Partner

Die Börsenwerte des Traditionskonzerns Sharp sind rapide geschrumpft.

Ein Sharp Store in Tokyo. Quelle: dpa


Um wieder auf die Beine zu kommen, verhandelt Sharp zugleich mit dem taiwanischen Unternehmen Hon Hai Precision Industry über den Verkauf eines Anteils von 9,9 Prozent. Ein Abschluss der Verhandlungen war zunächst für August erwartet worden. Die Gespräche gerieten allerdings ins Stocken, weil der taiwanische Konzern im Gegenzug für seine Geldspritze größeren operativen Einfluss bei Sharp fordert. Die Taiwaner sind vor allem daran interessiert, sich Zugriff auf Sharps Know-how bei Flachbildschirmen zu sichern, um die eigene Position als führender Apple -Zulieferer zu verteidigen.

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