Stellenabbau: Blackberry will bis zu 40 Prozent der Jobs streichen

Stellenabbau: Blackberry will bis zu 40 Prozent der Jobs streichen

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Wie soll es weitergehen? Blackberry muss offenbar Personal abbauen: bis zu 40 Prozent der aktuell rund 12.700 Mitarbeiter müssen um ihren Job fürchten.

Der Smartphone-Pionier Blackberry kommt nicht zur Ruhe. Ausgerechnet an dem Tag, als das schlingernde Unternehmen ein neues Modell vorstellt, folgt ein Bericht über einen angeblich geplanten massiven Jobabbau.

Der unter Druck geratene Smartphone-Anbieter Blackberry will laut einem Zeitungsbericht bis zu 40 Prozent seiner Stellen streichen. Der Jobabbau solle sich bis zum Jahresende in mehreren Schritten durch alle Unternehmensbereiche ziehen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Bei dieser Dimension wären Tausende Menschen betroffen - Blackberry hatte nach jüngsten verfügbaren Angaben Ende März 12.700 Mitarbeiter. Einige Beschäftigte seien bereits unterrichtet worden, schrieb das Blatt. Ein Blackberry-Sprecher habe die Zahl nicht kommentieren wollen.

Der Bericht kam nur wenige Stunden, nachdem Blackberry ein neues Smartphone-Modell mit großem Bildschirm vorstellte, das Kunden anlocken soll. Außerdem kündigte Blackberry am Mittwoch an, dass sein Messaging-Dienst BBM, der bisher nur auf Geräten des Konzerns lief, ab diesem Wochenende auch für Android-Telefone und Apples iPhones verfügbar sein wird. BBM hat 60 Millionen aktive Nutzer.

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Marktanteil auf drei Prozent geschrumpft

Blackberry-Chef Thorsten Heins hatte im vergangenen Jahr bereits 5000 Arbeitsplätze abgebaut - damals rund jeden dritten Job. Das sei nötig gewesen, um das Unternehmen über Wasser zu halten, sagte er später. Der Smartphone-Pionier setzt große Hoffnungen auf sein neues Betriebssystem Blackberry 10. Geräte damit verkauften sich jedoch bisher mäßig. Nach Zahlen des Marktforschers IDC sank der Blackberry-Anteil am Gesamtmarkt im zweiten Quartal von rund 5 auf 3 Prozent. Blackberry lotet mittlerweile den eigenen Verkauf aus. Laut Medienberichten wird eine Entscheidung bis November angestrebt.

Die offizielle Ankündigung eines Stellenabbaus könnte kommende Woche erfolgen, wenn Blackberry neue Quartalszahlen vorlegt. Die größte Blackberry-Sparte ist die Produktentwicklung mit rund 5500 Mitarbeitern. Rund 1100 weitere Menschen arbeiten in Verkauf und Marketing, 800 in der Kundenbetreuung, 1400 in der Produktion und die restlichen 3900 sind in Verwaltung, IT und Netzwerk-Diensten beschäftigt.

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Blackberry präsentierte am Mittwoch das Modell Z30, das einen berührungsempfindlichen 5-Zoll-Bildschirm (12,7 cm) hat. Der Konzern hat damit nun vier Modelle mit Blackberry 10 am Start: zwei allein mit Touchscreen, zwei mit zusätzlicher Tastatur. Die Vorstellung ging allerdings fast unter, weil Apple am gleichen Tag sein neues Betriebssystem iOS 7 veröffentlichte und am Freitag neue iPhone-Modelle auf den Markt bringt.

Am Smartphone-Markt dominieren derzeit Handys mit dem Google-Betriebssystem Android. Die Geräte, die von Herstellern wie Samsung oder HTC stammen, sind auch wegen ihrer großen Bildschirme beliebt. Dagegen mussten sich Blackberry-Nutzer beim bisherigen Spitzenmodell Z10 mit einem 4,2-Zoll-Display begnügen. Das nun vorgestellte Z30 soll in der kommenden Woche erscheinen, allerdings zunächst nur im wichtigen Markt Großbritannien sowie im Nahen Osten. Die Kunden in anderen Ländern müssen sich bis kurz vor Weihnachten gedulden. Einen Preis nannte Blackberry zunächst nicht.

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