Strategieänderung: Google liest Emails von Nutzern nicht mehr

Strategieänderung: Google liest Emails von Nutzern nicht mehr

, aktualisiert 24. Juni 2017, 00:39 Uhr
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Seit 2004 hat der Suchmaschinen-Gigant systematisch die Emails seiner User durchforstet, um Anzeigen strategisch platzieren zu können. Die Praxis will Google jetzt stoppen.

Quelle:Handelsblatt Online

Google liest nicht mehr mit. Seit Jahren hatte der Suchmaschinen-Gigant die Emails seiner Nutzer durchleuchtet, um Anzeigen strategisch platzieren zu können. Das hört jetzt auf. Datenschützer kritisierten die Praxis.

San FranciscoGoogle wird künftig nicht länger die E-Mails der Nutzer seines Dienstes Gmail lesen. Am Freitag kündigte das Unternehmen an, seine seit 2004 angewandte Praxis zu beenden. Google hatte die Inhalte von E-Mails analysiert, um so die Interessen der Nutzer in Erfahrung zu bringen und die angezeigte Werbung darauf abzustimmen. Dies hatte Datenschützer besorgt und manche Nutzer verschreckt.

Google wird zwar auch in Zukunft weiter Werbung bei Gmail anzeigen. Statt die E-Mails jedoch zu durchsuchen, sollen die Algorithmen des Unternehmens anderweitig bestimmen, welche Anzeigen am ehesten das Interesse der 1,2 Milliarden Gmail-Nutzer wecken könnten.

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Das Unternehmen erklärte, das Mitlesen der E-Mails werde im Laufe des Jahres gestoppt. Hintergrund ist auch der Gmail-Dienst, den Google kostenpflichtig für Unternehmen anbietet. Bei diesem erscheinen keine Anzeigen und Nachrichten wurden auch nie entsprechend ausgewertet. Laut Google sorgte die unterschiedliche Handhabe aber für Verwirrung bei Unternehmen und Nutzern. Der Anbieter hofft nach eigenen Angaben, dass die Einstellung der Mitlese-Funktion nun helfen wird, die Situation zu klären und mehr Unternehmen für den kostenpflichtigen E-Mail-Dienst anzuziehen.

Gmail ist der größte E-Mail-Service weltweit. Microsoft und Apple haben den Konkurrenten Google wiederholt dafür kritisiert, Nachrichten von Nutzern für Anzeigen auszuwerten. Die Beliebtheit des Dienstes brach dadurch jedoch nicht ein.

Quelle:  Handelsblatt Online
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