Streamingdienst Spotify : Mit Videostreaming gegen Apple Music

Streamingdienst Spotify : Mit Videostreaming gegen Apple Music

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In der Spotify-App können Nutzer jetzt auch Videoclips streamen.

von Lisa Oenning

Über Spotify können Nutzer jetzt auch kostenlos Videoclips streamen. Der Branchenprimus hofft, so mehr Nutzer dazu zu bewegen, für die Premium-Version zu bezahlen. Denn Konkurrent Apple Music wächst immer stärker.

Spotify-Nutzer können ab sofort auch Videoclips streamen. Nachdem das schwedische Unternehmen die Funktion seit Mai 2015 getestet hatte, können ab heute zumindest deutsche Android-Nutzer den Service durch ein Update im Google Play Store freischalten. "Die Videofunktion soll kommenden Montag auch für iOS 4.8.0 verfügbar sein", sagt ein Spotify-Sprecher auf Anfrage von WirtschaftsWoche Online. Die Zusatzfunktion startet in Großbritannien, in den USA, in Schweden und in Deutschland – und kann vorerst nur auf dem Smartphone genutzt werden.

Neben internationalen Lizenzpartnern wie BBC und Comedy Central hat der Streamingdienst auch Verträge mit deutschen Medienhäusern geschlossen. Darunter: der bayerische Rundfunk, der SWR, das Internetradio Detektor fm und Deutschlandradio. Zweimal täglich soll es ein Update geben, sodass die Nutzer die aktuelle Version von "Tagesschau in 100 Sekunden" sehen können. Spotify führt zudem Gespräche mit weiteren potenziellen deutschen Partnern.

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Musik-Streaming Spotify zeigt bald auch Videoclips

Der Musik-Dienst Spotify zeigt künftig auch Videos und wird damit stärker zu einem allgemeinen Medien-Kanal. Dabei geht es entgegen Erwartungen aber eher um kurze TV-Clips denn Musik-Videos.

Spotify streamt bald auch Videoclips. Quelle: dpa

Einige Medien berichten, dass Spotify mit der Videofunktion Youtube und Netflix Konkurrenz machen will. Das dementiert der Sprecher. "Es geht darum, den Nutzern zusätzlich zur Musik weitere, kurzweilige Unterhaltung zu bieten." Das will der Streamingdienst erreichen, indem er kurze Info-Clips aus den Bereichen Nachrichten, Technik und Comedy in seiner App zur Verfügung stellt – und nicht Serien und Filme wie seine Mitbewerber anbietet.

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Im Gegensatz zu den Songs wird bei den Videos vorerst keine Werbung eingeblendet. Damit verfolgt der Branchenprimus eine Strategie. "Wir hoffen, dass die Nutzer durch die Videoclips mehr Zeit in der App verbringen", sagt der Sprecher. Schließlich müssten die User die Anwendung nicht wechseln, wenn sie sich über das aktuelle Tagesgeschehen informieren. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie dann auch mehr Musik streamen", so der Sprecher. Spotifys Hoffnungsschimmer: Der Anreiz der Kunden steigt, für die werbefreie Premium-Version zu bezahlen.

Denn von den insgesamt 75 Millionen Nutzern weltweit zahlten im Juni 2015 20 Millionen für den werbefreien Service. Zwar behauptet sich Spotify als Marktführer im Streamingdienst-Bereich. Doch Apple Music rückt dem Branchenführer auf die Pelle. Erst im Frühjahr 2015 brachte Apple den Musikdienst auf den Markt – und hat mittlerweile zehn Millionen zahlende Kunden.

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