System im Test: Was das neue Windows 8.1 bringt

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System im Test: Was das neue Windows 8.1 bringt

von Thomas Kuhn

Schneller als je zuvor hat Microsoft seine aktuelle Windows-Version überarbeitet. Ab Herbst kommt sie als Gratis-Update für alle Windows-8-Rechner. Wir haben die Vorabversion von Windows 8.1 genau getestet.

Wenn man einmal von der radikalen Neugestaltung der Bedienoberfläche bei Windows 8 absieht, dann wurde wenige Neuerungen des jüngsten Microsoft-Betriebsystems so kontrovers diskutiert wie ausgerechnet der fehlende Start-Button. Entsprechend groß war die Euphorie der Button-Fans, als durchsickerte, dass das nun vorgestellte Update auf Version 8.1 (das gibt’s hier: http://windows.microsoft.com/de-de/windows-8/preview-download) genau diesen Start-Button wieder zurück bringen werde.

Die Versionen von Windows 8

  • Entwickelt für verschiedene Geräte

    Mit der neuen Windows-Version wird das Microsoft-Betriebssystem erstmals auch auf Geräten mit Chips auf Technologie des britischen Entwicklers ARM laufen. Sie dominieren heute in Smartphones und Tablets. Allerdings grenzt Microsoft die ARM-taugliche Version unter dem Namen Windows RT klar vom der klassischen PC-Variante Windows 8 ab. Zwischen ihnen gibt es einige Unterschiede. Mit den beiden eng verwandt ist das Smartphone-System Windows Phone 8.

  • Windows RT

    Windows RT ist für die stromsparenden ARM-Prozessoren ausgelegt. Man kann die Software nicht separat kaufen, sondern nur vorinstalliert auf einem neuen Gerät. Von der Bedienung her sehen die beiden Versionen mit ihrem Kachel-Design auf den ersten Blick ziemlich identisch aus. Die Differenzen werden erst sichtbar, wenn man in den Desktop-Modus wechselt, der an das gewohnte Windows-Design anlehnt. In diesem Bereich werden auf Windows RT keine Programme von anderen Anbietern laufen. Das Betriebssystem unterstützt nur Apps aus Microsofts Windows Store. Die RT-Version von Windows Office enthält zudem bisher kein Outlook-Mailprogramm.

  • Windows 8

    Das normale Windows 8 ist ein klassisches PC-Betriebssystem, das aber wegen der Touch-Oberfläche auch für Tablet-Computer mit der nötigen Prozessorleistung geeignet ist. Somit laufen auch klassische Windows-Programme wie Photoshop, Word oder Spiele auf dem System – anders als bei Windows 8 RT. Zudem gibt es eine Pro-Version, die einige Funktionen für Business-Kunden enthält.

  • Windows Phone 8

    Das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 8 verwendet ebenfalls das Kachel-Design, das schon beim Vorgänger Windows Phone 7 seine Premiere hatte. Es ist mit den anderen neuen Windows-Versionen verwandt, aber konsequent auf die kleineren Handy-Bildschirme zugeschnitten. Ein Sahnehäubchen sind die eingebauten Nokia-Kartendienste. Sie bieten neben Navigation auch die neue Funktion CityLens, bei der Informationen zum aktuellen Aufenthaltsort in den Bildschirm eingeblendet werden, wenn man die Kamera auf einen Straßenzug richtet.

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Und nicht minder groß wird für viele nun die Enttäuschung sein, dass das, was da nach dem Update wieder links unten in der Bildschirmecke prangt, alles andere ist als die Rückkehr des verlorenen Buttons. Denn tatsächlich landet, wer darauf klickt, nicht mehr in der gewohnten Programm- und Funktionsstruktur, die den direkten Zugriff auf die wichtigsten Programme, die persönlichen Dokumente oder die Systemsteuerung bietet.

Statt dessen dient der Knopf in erster Linie dazu zwischen dem klassischen Desktop und der neuen Windows-Oberfläche umzuschalten. Allenfalls per Klick auf die rechte Maustaste, lassen sich über den wiederauferstandenen Start-Knopf ein paar Kernfunktionen des Betriebssystems erreichen – wie der Aufruf des Task-Managers, der Energieoptionen, der Systemsteuerung oder eben der An- und Abmeldung der Benutzer.

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Frischer Wind für Windows 8

Dass das Rechts-Klick-Menü derzeit auch noch als nackte Aneinanderreihung von Programmbefehlen erscheint, mag der Tatsache geschuldet sein, dass die aktuelle 8.1er-Version um eine sogenannte „Preview“ handelt, eine leidlich fortgeschrittene aber eben noch nicht finale Fassung der Software. Andererseits, selbst wenn die finale Version noch etwas aufgehübscht würde, sie bliebe ein Torso.

Alles in allem, macht der reaktivierte Button die Bedienung klassischer PCs wieder ein Stück leichter, aber es ist eben viel weniger als sich viele langjährige Windows-Nutzer von der überarbeiteten Software versprochen haben. Tools, wie Start8, die ich hier (http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/microsoft-kuendigt-windows-blue-an-neues-windows-8-nur-gut-zur-schadensbegrenzung/8174270.html) schon beschrieben habe, sind und bleiben da deutlich näher und komfortabler am Vorbild dran.

Aber Vorsicht: Zumindest in der aktuellen Version scheinen sich Start8 und das neue Windows 8.1 nicht zu vertragen (was ja nicht weiter verwunderlich ist, weil beide die Kontrolle über die linke untere Bildschirmecke übernehmen wollen). Bei mir jedenfalls startete 8.1 erst widerstandslos, nachdem ich Start8 komplett deinstalliert hatte. Abschalten scheint nicht zu reichen.

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