T-Mobile US: Telekom könnte US-Tochter erst später verkaufen

T-Mobile US: Telekom könnte US-Tochter erst später verkaufen

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T-Mobile USA und Dish sollen fusionieren

Die Deutsche Telekom freundet sich Insidern zufolge mit der Idee an, ihre Tochter T-Mobile US noch mindestens ein Jahr zu behalten. Der Zeitpunkt sei schlicht falsch.

Wenn die Telekom ihre Verkaufspläne vorerst stoppe, könnte es nach der Versteigerung mehr Interessenten geben, hieß es. Es sei nicht der beste Zeitpunkt, neben dem französischen Interessenten Iliad weitere Bieter anzulocken, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ende 2015 werden in den USA wichtige Funkfrequenzen versteigert. Davor dürften beteiligte Unternehmen nicht in Übernahmeschlachten ziehen.

Außerdem gewann T-Mobile - der viertgrößte Mobilfunker in den USA nach Verizon, AT&T und Sprint - im August für seine Laufzeitverträge so viele Kunden wie nie zuvor. Nach Jahren mit Verlusten, die in der Konzernzentrale in Bonn zu den Verkaufsüberlegungen geführt haben, legen die Umsätze derzeit zu. Das US-Geschäft steuert rund ein Drittel zum Konzernumsatz und ein Fünftel zum Gewinn bei. Zudem bezweifele die Telekom, dass Iliad wie angekündigt zwei Milliarden Dollar einsparen könne, hieß es. Schließlich hätten die Franzosen in den USA keinerlei Erfahrung. Eine Fusion innerhalb der USA würde höhere Kostensenkungen versprechen. Dies scheiterte aber bereits bei Sprint und AT&T am Widerstand der Kartellwächter.

Der Dax-Konzern sei zudem mit dem Angebot von Iliad unzufrieden und zweifele, dass es wesentlich erhöht werde. Die Firma will für 33 Dollar je Anteilsschein 56,6 Prozent an T-Mobile US erwerben. Die Übernahme hätte ein Volumen von 15 Milliarden Dollar. Iliad hat sich für eine Entscheidung über einen Rückzug oder eine Anhebung der Offerte eine Frist bis Mitte Oktober gesetzt. Mindestens 40 Dollar je Aktie und eine höhere Beteiligung würden in Deutschland angestrebt, sagten die Insider. Allerdings gebe es auch Manager in der Telekom, die weiter auf Iliad setzten, weil es in diesem Fall keine Einwände der Wettbewerbshüter geben dürfte.

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Analysten zufolge steht die Telekom in jedem Falle vor einer schwierigen Entscheidung. Sollte sie aus dem US-Markt nicht schnell aussteigen, stünden hohe Investitionen an, sagte JPMorgan-Analyst Hannes Wittig. Experten zufolge dürften neue Frequenzen im kommenden Jahr zwischen fünf und zehn Milliarden Dollar kosten. Dazu kämen weitere Milliarden für den Netzausbau. Aus dem Umfeld des Bonner Konzerns verlautete aber, die Telekom vertraue darauf, dass die US-Tochter die Kosten mit Hilfe einer Kapitalerhöhung oder Anleihen bewältigen könne.

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