Telekom-Datenbremse: Vielsurfer sollen bis zu 20 Euro mehr zahlen

Telekom-Datenbremse: Vielsurfer sollen bis zu 20 Euro mehr zahlen

Bild vergrößern

Die heftige Kritik von Nutzern und Politikern lässt den Telekom-Chef nicht von den Plänen für eine Daten-Obergrenze im Festnetz abbringen.

Seit Tagen tobt die Diskussion um Vielsurfer und Datenobergrenzen, die Telekom und das Ende der DSL-Flatrate. Jetzt hat Telekom-Chef Obermann erstmals Zahlen genannt: Wer zu viel surft, muss draufzahlen.

Surfen ohne Tempo-Bremse wird für Telekom-Kunden in den kommenden Jahren 10 bis 20 Euro im Monat teurer. Diesen Betrag für eine Flatrate ohne Daten-Obergrenzen nannte der scheidende Konzernchef René Obermann am Mittwoch. Damit gab die Telekom erstmals eine Größenordnung für die Mehrausgaben an und stellte auch klar, dass es weiterhin „echte“ Flatrates geben wird. Laut den am Mittwoch präsentierten Quartalszahlen ging zu Jahresbeginn der Umsatz des Bonner Konzerns zurück, unterm Strich verdiente die Telekom aber etwas mehr als im Vorjahr.

Das schwache Geschäft im europäischen Ausland und in den USA setzte dem Telekommunikationsriesen zu. Der Konzernumsatz fiel im ersten Quartal um knapp fünf Prozent auf 13,79 Milliarden Euro. Der operative Gewinn sank um gut vier Prozent auf 4,29 Milliarden Euro. Dank geringerer Abschreibungen auf die US-Sparte legte der Überschuss hingegen leicht auf 564 Millionen Euro zu.

Anzeige

Der wichtige Heimatmarkt war dagegen der Fels in der Brandung. Dort konnte die Telekom den Rückgang der Einnahmen aus dem Mobilfunkgeschäft zu Jahresbeginn stoppen. Die Bonner sehen sich auf gutem Weg zurück zu Wachstum und steigenden Kundenzahlen. In allen drei wichtigen Märkten Deutschland, dem europäischen Ausland und in den USA peilen die Bonner mit ihren konzernweit rund 230 000 Mitarbeitern in den nächsten Jahren eine Trendwende an. Das wollen sie durch milliardenschwere Investitionen schaffen.

Harte Konkurrenz Telekom verbucht erneut Umsatzrückgang

Bei der Deutschen Telekom hat sich der Umsatzrückgang im ersten Quartal fortgesetzt. Doch der Konzern sieht sich trotzdem auf dem richtigen Weg und bekräftigt seine Erwartungen für das laufende Jahr.

Das Logo auf der Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn Quelle: dpa

Den Großteil des Geldes will die Telekom im Heimatmarkt investieren. Dabei steht der Netzausbau mit den superschnellen Mobilfunk LTE im Fokus. Bis 2016 sollen 85 Prozent der Telefonierer LTE nutzen können.

Mit Blick auf die hohen Kosten strich die Telekom die Dividende für die nächsten beiden Jahre von 70 Cent auf 50 Cent zusammen. Zudem legte sie sich ein Kostenprogramm auf, um in den kommenden drei Jahren zwei Milliarden Euro einsparen. Geld für den Investitionsschub sollen auch Börsengänge von Töchtern bringen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%