Telekom-Hauptversammlung: Obermann: "Wir kämpfen um die Marktführerschaft"

Telekom-Hauptversammlung: Obermann: "Wir kämpfen um die Marktführerschaft"

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René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, kündigte auf der Hauptversammlung an, gegen den Konkurrenten Vodafone kämpfen zu wollen.

Auf der Hauptversammlung der Telekom sprach Chef René Obermann klare Worte. Der Konkurrent Vodafone sei "eine Nasenlänge voraus". Er machte aber zugleich eine Kampfansage.

Die Deutsche Telekom will die an den Rivalen Vodafone verlorene Spitzenposition im deutschen Mobilfunk rasch zurückerobern. Telekom-Chef René Obermann sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung des größten deutschen Telekommunikationskonzerns in Köln: "Vodafone ist uns eine Nasenlänge voraus. Aber wir werden kämpfen, so lange, bis wir die Marktführerschaft wiederhaben."

Vodafone hatte erst am Dienstag berichtet, der Konzern habe die Telekom-Mobilfunksparte sowohl bei der Kundenzahl als auch beim Umsatz überholt. Für die Deutsche Telekom ist der Verlust der Marktführerschaft im deutschen Mobilfunkgeschäft allerdings nur eine von vielen Problemen, die die Aktionärsversammlung überschatteten.

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Die Schwachstellen der Telekom

  • Festnetz

    Im traditionellen Festnetz könnte die Deutschen Telekom mit Abschalten der alten Analog- und ISDN-Netze und dem Umstellen auf die Internet-Technik 50 Prozent ihres Umsatzes bis 2016 einbüßen.

  • Mobilmarkt

    50 Prozent der Umsätze gehen der Deutschen Telekom bis 2014 beim hochprofitablen Versand von Kurzmitteilungen über internetfähige Smartphones an Startups wie Whatsapp verloren.

  • Innovation

    33 Prozent der Haushalte buchen bei der Deutschen Telekom Telefon, Internet und Fernsehen im Paket. Mit dem Verlust der Bundesligaübertragungsrechte geht LIGA total als Zugpferd verloren.

Drastische Kundenverluste in den USA, Milliardenabschreibungen in Griechenland und der anhaltende Preisdruck auf dem Heimatmarkt ließen die Gewinne der Deutschen Telekom im vergangenen Jahr dramatisch einbrechen. Und auch im laufenden Jahr geht der Abwärtstrend nach den Konzernprognosen - wenn auch gebremst - weiter.

"Unser Sektor steht weiterhin massiv unter Druck", fasste Obermann die Lage vor den Aktionären zusammen. Harte Kritik übte der Manager deshalb an der deutschen und europäischen Regulierungspolitik im Telekommunikationsbereich. "Der regulierungsbedingte Preisverfall bei der Netznutzung muss gestoppt werden, sonst wird es keine neuen Impulse für den Breitbandausbau geben", verlangte Obermann vor den Aktionären.

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