Telekom-Kunden gehackt: Die wichtigsten Antworten zur Betrugsserie beim Online-Banking

Telekom-Kunden gehackt: Die wichtigsten Antworten zur Betrugsserie beim Online-Banking

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Betrüger haben das sicher geglaubte Online-Banking per SMS-Tan ausgehebelt.

von Michael Kroker

Ein Medienbericht über betrogene Telekom-Kunden, die mobile TANs beim Online-Banking genutzt haben, sorgt für Verunsicherung. Wer genau von der Sicherheitslücke betroffen war - und welche alternativen Verfahren es gibt.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet hat, sind mehrere Dutzend Kunden verschiedener Banken Opfer einer Betrugsserie im Online-Banking geworden. Demnach haben die Täter das als sicher eingeschätzte Überweisungsverfahren per SMS-Tan ausgehebelt, indem sie sich als Mitarbeiter von Mobilfunk-Shops ausgegeben haben, um sich so Zugang zu den Handys der Opfer zu verschaffen. Laut „SZ“ geht der Schaden in die Millionenhöhe.

Warum sind von der Betrugsserie nur Telekom-Kunden betroffen?

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Die Täter haben eine Lücke der Telekom bei der Identifizierung von Händlern ausgenutzt. Diese konnten sich mithilfe beschaffter Mobilfunknummern gegenüber dem Bonner Konzern als Mobilfunk-Shop ausgeben, so den angeblichen Verlust der Sim-Karte eines Kunden melden und die Aktivierung einer Ersatzkarte beantragen. Dadurch war es möglich, die sogenannte mTan für die betrügerische Überweisung auf das eigene Handy umzuleiten.

Ist die Sicherheitslücke inzwischen behoben?

Laut Aussage der Deutschen Telekom hat das Unternehmen inzwischen seine „Maßnahmen zur Händleridentifikation“ verschärft. Demnach sollte ein Betrug über den jetzt aufgedeckten Weg in Zukunft nicht mehr möglich sein.

Wie sicher ist das mTan-Verfahren?

Das mTan-Verfahren wird von Millionen Bankkunden bei Online-Überweisungen genutzt. Bei einer Online-Transaktion am PC erhält der Nutzer dabei die Transaktionsnummer (Tan) per SMS aufs Handy. Dieses Verfahren mit zwei separaten Systemen – dem Computer mit Internet-Zugang auf der einen und das Mobiltelefon auf der anderen Seite – galt bisher als relativ sicher. Doch auch in der Vergangenheit kam es bereits zu Betrugsfällen, die Banken und Mobilfunkunternehmen durch höhere Sicherheitsvorkehrungen in den Griff bekamen.

Was können Betroffene machen?

Laut „SZ“ will die unter anderem von dem Diebstahl betroffene Postbank geschädigten Kunden die Verluste erstatten. Auch bei den früheren Betrugswellen im mTan-Verfahren haben die Finanzinstitute den Opfern das entwendete Geld stets ersetzt.

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Welche alternativen Verfahren zum Online-Banking existieren?

Neben mTan gibt es im Wesentlichen drei weitere Verfahren zum sicheren Online-Banking: Die so genannte pushTan funktioniert nur am Smartphone. Dabei generiert eine spezielle App die Transaktionsnummer, die – wie bei mTan auch – nur für einen Auftrag gültig ist.

Die höchste Sicherheit verspricht die so genannte ChipTan, auch SmartTan genannt. Dabei erhält der Nutzer von seiner Bank einen kleinen Kartenleser, in den er zu Hause seine Kundenkarte steckt. Bei einer Überweisung generiert das Miniterminal aus den eingegebenen Buchungsdaten eine einmalige Tan. Beim aufwändigeren SmartTan Plus kann der Kunde die Buchungsdaten direkt vom Bildschirm scannen.

Und schließlich existiert das in Deutschland bisher wenig verbreitete Verfahren namens photoTan. Dabei scannen Bankkunden bei einer Überweisung ein kryptografisches Bild, das auf dem Rechner angezeigt wird, mit einer Smartphone-App oder einem speziellen photoTan-Gerät. Die App oder das Gerät generieren daraus wiederum eine Transaktionsnummer.

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