Telekommunikation: Telekom-Vorstand Nemat prüft Umzug nach Osteuropa

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Die Pläne zur Reorganisation der Führungsmannschaft von Telekom-Vorstandsmitglied Claudia Nemat lösten große Unruhe in der deutschen Managementebene aus

von Jürgen Berke

In der Konzernzentrale der Deutschen Telekom in Bonn herrscht große Unruhe, denn Vorstandsmitglied Claudia Nemat erwägt, ihre Abteilung nach Osteuropa zu verlagern.

Als McKinsey-Beraterin reiste Claudia Nemat zu den Metropolen der Welt. Jetzt zieht es die neue Vorzeigefrau im Vorstand der Deutschen Telekom wieder ins Ausland. Der Standort Bonn als Sitz ihres Geschäftsbereichs ist ihr offenbar zu provinziell. Nemat ist seit Oktober 2011 für alle Auslandsbeteiligungen in Europa zuständig und denkt nun über eine komplette Reorganisation ihrer Führungsmannschaft nach – inklusive Verlagerung nach Südosteuropa, wo die Telekom ihre stärkste internationale Präsenz hat. Top-Positionen im engsten Führungskreis will die Managerin öfter mit Managern aus den Auslandsgesellschaften besetzen. Sie plant deshalb eine schnellere Jobrotation.

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Quelle: dpa

Auf der von Deutschen dominierten zweiten und dritten Managementebene löst der Plan große Unruhe aus. Bisher führte die Telekom ihre durch die Krise in Südosteuropa gebeutelten Auslandsgesellschaften an der langen Leine. Telekom-Manager wurden in die Vorstände und Aufsichtsräte dort entsandt, aber nur wenige Südosteuropäer schafften den Karrieresprung in die Bonner Zentrale.

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Um die Rotation zu beschleunigen, drohte die Managerin jüngst in kleiner Runde an, ihren Vorstandsbereich von Bonn ins Ausland zu verlegen. Als Sitz einer neuen eigenständigen Europa-Zentrale nannte Nemat bereits Prag und Budapest. Tschechien und Ungarn gehören zu den wichtigsten Auslandsbeteiligungen in Südosteuropa.

Offiziell heißt es bei der Telekom, es gebe „keine konkreten Pläne“ für solch einen Standortwechsel. Doch prüfe der Vorstand, ob sich weitere Zentralfunktionen durch neu zu gründende Kompetenzzentren in Billiglohnländer verlegen ließen.

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