Übernahme-Avancen : Microsoft, Nokia und Amazon machen Blackberry schöne Augen

Übernahme-Avancen : Microsoft, Nokia und Amazon machen Blackberry schöne Augen

, aktualisiert 21. Dezember 2011, 07:33 Uhr
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Mit Business-Smartphones ist Blackberry groß geworden - bis Apple kam.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt bis zum Hals in Schwierigkeiten. Das hat die Konkurrenz auf den Plan gerufen. Gleich mehrere Schwergewichte der IT-Branche sollen eine Übernahme geprüft haben.

New York/Waterloo/TorontoDer Blackberry-Hersteller Research In Motion hat Übernahme-Avancen von Amazon.com und anderen potenziellen Käufern abgelehnt, wie Personen mit Kenntnis der Situation am Dienstag sagten. Das mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Unternehmen wolle die jetzigen Herausforderungen selbst lösen, hieß es. Laut „Wall Street Journal“ seien auch Microsoft und Nokia auf RIM zugegangen.

Amazon habe im Sommer eine Investmentbank beauftragt, eine Fusion mit RIM zu prüfen. Ein formelles Angebot sei dann aber nicht unterbreitet worden, sagte ein Informant. Ob die informellen Kontakte zu konkreten Preisgesprächen geführt hatten, blieb unklar. Auch Details über mögliche Verhandlungen mit anderen potentiellen Käufern wurden nicht bekannt. Laut „Wall Street Journal“ unterstreichen all diese Diskussionen den hohen Grad an Bedrängnis bei RIM:

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Unbekannt ist, wer noch Interesse an RIM gezeigt hatte. Sowohl RIM als auch Amazon lehnten eine Stellungnahme dazu ab. Den Informationen zufolge wollen beide Unternehmen ihre Kooperation aber weiter ausbauen.

Der RIM-Vorstand will sich nach Angaben zweier Informanten darauf konzentrieren, mit der Entwicklung neuer Handys, der besseren Nutzung bestehender Angebote wie Blackberry Messaging und mit Umstrukturierungen das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

RIM, das mit den Blackberry-Telefonen sehr erfolgreich war, hatte den von Apple angeführten Smartphone-Trend verpasst. Der Unternehmenswert war in den vergangenen zwölf Monaten um 77 Prozent auf etwa 6,8 Milliarden Dollar gesunken. Schlechte Geschäftszahlen, verschobene Starts neuer Telefon-Modelle und sinkende Verkaufszahlen haben die Aktie belastet.

Das Unternehmen musste im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. RIM wies für das Quartal, das mit dem 26. November endete, einen Gewinn von 265 Millionen Dollar (204 Millionen Euro) aus, ein Rückgang von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro).

Der Druck auf die Chefs Mike Lazaridis und Jim Balsillie wächst. Um zu zeigen, wie sehr sie sich bemühen, dem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen, haben sie nun ihren Jahreslohn radikal auf je einen Dollar gekürzt.

Die letzten Quartale seien die „schwierigsten“ in der jüngeren Geschichte des Unternehmens gewesen, erklärte Balsillie am Donnerstag bei Vorlage der jüngsten, einmal mehr enttäuschenden Quartalszahlen. „Unsere Anteilseigner könnten das Gefühl haben, dass wir nicht unser Bestes gegeben haben.“ Er versprach, die Führung werde auf der Suche nach den nötigen Änderungen „jeden Stein umdrehen“.

Quelle:  Handelsblatt Online
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