Übernahme durch Verizon: Yahoo-Kauf kommt nach Datenklau auf den Prüfstand

Übernahme durch Verizon: Yahoo-Kauf kommt nach Datenklau auf den Prüfstand

, aktualisiert 14. Oktober 2016, 01:32 Uhr
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Der enorme Datenklau bei Yahoo könnte den bereits ausgehandelten Milliarden-Deal platzen lassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Hackerangriff, bei dem Daten aus mehr als 500 Millionen Yahoo-Nutzerkoten gestohlen wurden, könnte schwerwiegende Folgen auf die Übernahme durch Verizon haben. Selbst ein Rückzug des Telekom-Riesen scheint möglich.

WashingtonDie Übernahme des angeschlagenen Internetriesen Yahoo durch den US-Telekom-Konzern Verizon droht ins Stocken zu geraten. Es sei davon auszugehen, dass der vor wenigen Wochen bekannt gewordene Hackerangriff auf Yahoo die Bedingungen für den bereits ausgehandelten Milliarden-Deal verändere, sagte der Leiter der Verizon-Rechtsabteilung, Craig Silliman, dem „Wall Street Journal“ am Donnerstag in Washington. Ihm zufolge könnte gar eine Klausel in dem Vertrag ausgelöst werden, die einen Rückzug Verizons ermögliche.

Yahoo äußerte sich indes zuversichtlich, dass die Übernahme vorangehe. Börsianer hatten nicht viel Vertrauen in die Aussagen. An der Wall Street verloren Yahoo-Aktien 1,7 Prozent.

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Zwar müsse zunächst der Abschluss von Yahoos interner Untersuchung der Cyber-Attacke abgewartet werden, bei der 2014 über 500 Millionen Nutzerkonten gehackt worden waren. Doch man habe gute Gründe anzunehmen, dass der Datenklau „erhebliche“ Auswirkungen habe.

Anfang der Woche hatte bereits Verizon-Chef Lowell McAdam gesagt, dass die Bedingungen des 4,8 Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) teuren Zukaufs, der im Juli vereinbart worden war, möglicherweise neu verhandelt werden müssten.

Yahoo hatte Ende September einen bislang beispiellosen Datenklau aufgedeckt. Bei einer Cyberattacke im Jahr 2014 waren Nutzernamen, Email-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und Passwörter erbeutet worden. Analysten hatten bereits erklärt, sie gingen zwar nicht davon aus, dass Verizon abspringe. Dennoch könnte der Konzern einen spürbaren Preisnachlass des rund 4,8 Milliarden Dollar schweren Deals für das Yahoo-Kerngeschäft aushandeln.

Quelle:  Handelsblatt Online
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