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Übernahme im Mobilfunk: Ägyptischer Tycoon bestätigt Interesse an Telecom Italia

Nach dem Megadeal zwischen Vodafone und dem US-Mobilfunker Verizon bahnt sich im Telekomsektor möglicherweise die nächste Übernahme an. Der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris bestätigte sein Interesse an Telecom Italia.

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Bild: dpa

Zugleich erklärte er aber in einer an Reuters verschickten E-Mail, sich womöglich zurückzuhalten, sollte die italienische Regierung gegen seinen Einstieg bei dem hoch verschuldeten Konzern sein. Italiens Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni betonte allerdings, ausländische Investitionen zu begrüßen. Der Verwaltungsrat von Telecom Italia will am 19. September über die Strategie und mögliche Änderungen bei den Eignern beraten.
Sawiris sagte Reuters, er erwäge eine "potenzielle Investition in die Telecom Italia". Falls allerdings Medienberichte zuträfen, wonach die Regierung in Rom einen Zusammenschluss mit der spanischen Telefonica bevorzuge, würde er eventuell kein Angebot vorlegen. Die Zeitung "Il Messaggero" hatte am Freitag ohne Quellenangaben berichtet, dass die italienische Regierung einen Zusammenschluss mit Telefonica einem Einstieg Sawiris vorziehen würde. Wirtschaftsminister Saccomanni sagte Reuters dagegen, die Regierung verfolge keine Strategie, ausländische Investitionen zu verhindern. Es sollte den Unternehmen überlassen bleiben, über die Bedingungen für ausländische Übernahmen zu entscheiden.

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Studie Mobilfunkanbieter 2012

  • Klarmobil

    Klarmobil belegt im Ranking des Deutschen Instituts für Service-Qualität disq den ersten Platz. Für die Service-Leistung erhielt das Unternehmen einen Wert von 67,7 von 100 (befriedigend). Preislich bot Klarmobil die drittbesten Konditionen an.

  • Tchibo

    Im Service erhält das Kaffee-Unternehmen 69 Punkte (befriedigend), bei den Konditionen macht das Unternehmen im Ranking das sechsbeste Angebot. Im Schnitt liegt Tchibo damit auf Platz 2.

  • Blau.de

    Blau.de führt das Ranking in Sachen Service mit 71 Punkten an (gut). Bei der Konditionenanalyse belegt das Unternehmen den 7. Platz. Im Schnitt macht das Platz 3.

  • Maxxim

    Platz vier im Ranking geht an Maxxim. Im Service erhält das Unternehmen 62,9 Punkte (befriedigend). Allerdings bekommen die Kunden hier die besten Konditionen von allen geboten.

  • Aldi Talk

    Platz fünf geht an Aldi Talk. Der Service wird hier mit 65,1 /befriedigend) bewertet. Bei den Konditionen belegt Aldi Talk den 5. Platz.

  • Simply

    Platz 6 geht an Simply mit einem Service-Wert von 63,3 (befriedigend) und dem vierten Platz bei den Konditionen.

  • Simyo

    Platz sieben geht an Simyo. Besonders gut schneidet das Unternehmen bei der Service-Analyse mit 70,7 Punkten (gut) ab. Platz acht belegt Simyo bei den Konditionen.

  • Base

    Platz 8 geht an Base, mit einem Wert für den Service von 66,0 (befriedigend). Bei der Konditionenanalyse belegt Base den elften Platz.

  • E-Plus

    E-Plus belegt im Gesamt-Ranking den elften Platz. Für die Service-Leistungen erhält E-Plus einen Wert von 63 (befriedigend). Bei den Konditionen teilt sich E-Plus den Platz elften Platz mit Base. Das Unternehmen bietet nur noch Base-Tarife an.

  • O2

    Der 13. Platz geht an O2. Besonders schlecht schneidet das Unternehmen mit einem Wert von 57,6 (ausreichend) im Service ab. Dabei ist ein Tarif bei O2 nicht einmal sonderlich günstig. Im Konditionen-Ranking belegt O2 den 14. Platz.

  • Telekom

    Lediglich Platz 15 geht an den rosa Riesen Telekom. Nach einer starken Service-Offensive im Internet konnte das Unternehmen in diesem Bereich punkten. 68,4 Punkte (befriedigend) kann die Telekom für sich verzeichnen. Dafür ist die Telekom mit Platz 18 bei den Konditionen relativ teuer.

  • Vodafone

    Vodafone liegt insgesamt auf Platz 18. Das Ergebnis der Serviceanalyse liegt bei 64,1 Punkten (befriedigend). Bei den Konditionen liegt Vodafone auf Platz 21.

  • Phonehouse

    Den letzten Platz (22) im Ranking belegt die Kette Phone-House. Der Service wird mit 59,6 (ausreichend) bewertet. Dabei bietet das Unternehmen die teuersten Konditionen von allen an.

Telecom Italia lehnte eine Stellungnahme zu Sawiris' Erklärung ab. Vergangenes Jahr hatte der Ägypter angekündigt, drei Milliarden Dollar in das Unternehmen stecken zu wollen. Das Angebot wurde vom Verwaltungsrat des Konzerns abgelehnt. Eine neue Offerte habe er nicht abgegeben, sagte Sawiris am Samstag. Kreisen zufolge haben außer Sawiris auch der US-Konzern AT&T sowie der America-Movil -Konzern des mexikanischen Telekom-Milliardärs Carlos Slim Kontakt mit verkaufswilligen Großaktionären aufgenommen. Diese Nachricht hatte am Donnerstag für einen vorübergehenden Höhenflug der Telecom-Italia-Aktie gesorgt.
Dem Chef von Telecom Italia-Investor IntesaSanpaolo, Enrico Cucchiani, zufolge will der Konzern Verwaltungsrat-Chef Franco Bernabe bis zum 19. September einen Plan vorlegen. "Wir sind für alle Optionen offen, die für das Unternehmen strategisch Sinn machen", sagte Cucchiani zu Intesas Telecom Italia-Anteil. Auch der Versicherer Generali, ein weiterer Anteilseigner, hatte bereits Verkaufsabsichten geäußert. "Wann wir aussteigen wird sehr stark davon abhängen, was wir vom Verwaltungsrat bezüglich der Strategie am 19. September hören", sagte Generali-Chairman Gabriele Galateri Reuters.

Telecom Italia gehört zu 22,4 Prozent der Holdinggesellschaft Telco, die ihrerseits von den italienischen Geldhäusern Mediobanca und Intesa Sanpaolo sowie dem Versicherer Generali und der spanischen Telefonica kontrolliert wird. Sie müssen bis zum 28. September entscheiden, ob sie aus dem Aktionärsbündnis aussteigen oder daran festhalten. Mediobanca hat bereits offen erklärt, einen Verkauf ihres unprofitablen Pakets vorzubereiten.
Nach dem Ausstieg des britischen Branchenriesen Vodafone aus dem US-Mobilfunk-Jointventure Verizon Wireless wird eine Neuordnung des Telekomsektors erwartet. Verizon überweist dafür 130 Milliarden Dollar nach London. Vodafone hat bereits erklärt, unter anderem massiv in den Ausbau seiner Netze in Italien investieren zu wollen. Die geplanten Investitionen bringen Rivalen wie die hochverschuldeten Unternehmen Telefonica und Telecom Italia in Zugzwang

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