Umsatz bricht ein: Blackberry muss Milliardenverlust verkraften

Umsatz bricht ein: Blackberry muss Milliardenverlust verkraften

Bild vergrößern

Der Blackberry-Campus in Kanata, Ottawa.

Das dritte Geschäftsquartal des Smartphone-Pioniers fiel wie erwartet schlecht aus. Dem amtierenden Chef John Chen bleiben nicht viele Optionen, um das Ruder beim Konzern herum zu reißen.

Auch Blackberrys neuer Chef John Chen die Trendwende muss schlechte Zahlen vorlegen. Wie am Freitag bekannt wurde, brach der Umsatz im dritten Geschäftsquartal um 56 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Das teilte der Konzern einige Stunden früher als ursprünglich angekündigt mit. Im fortgeführten Geschäft fiel demnach ohne Sonderposten ein Verlust von 354 Millionen Dollar an.

Unter dem Strich stand sogar ein Minus von 4,4 Milliarden Dollar. Da der Smartphone-Pionier unter anderem massive Abschreibungen auf sein Lager vornahm, konnte der Wert schöner gerechnet werden.

Anzeige

Die Frage, was 2014 aus Blackberry wird, bleibt bei diesem erneut negativen Quartalsergebnis schleierhaft. Blackberry hatte erst kürzlich beschlossen, sich doch nicht mehr um einen Käufer zu bemühen, sondern eigenständig wieder auf die Beine zu kommen. Grund dafür dürfte unter anderem Optionslosigkeit sein. Das Interesse von Käufern an dem angeschlagenen Unternehmen hielt sich merklich in Grenzen. Der ehemalige Chef Thorsten Heins stolperte über den gescheiterten Versuch und musste erst Anfang November seinen Posten aufgeben.

Seitdem ist John Chen am Steuer. Er hält sich vor allem bedeckt über seine Restaurierungspläne, was vor allem die Anleger verstimmt. Gleichzeitig rüstet Blackberry unter Chen personell ordentlich um. Bereits am 25. November wurde Chen aktiv und entließ Kristian Tear, verantwortlich für das operative Geschäft, und Marketing-Chef Frank Boulben. Auch Finanzchef Brian Bidulka hat sein Amt bereits abgegeben.

Und nach einem Berichts des Wall Street Journal müssen zwei weitere Topmanager und Urgesteine bei Blackberry gehen. Demnach verlassen sowohl Rick Costanzo, verantwortlich für den weltweiten Vertrieb, und Chris Wormald, strategische Allianzen, den Konzern. Constanzo soll anfänglich Anfang des Jahres bei Blackberry ausscheiden, Wormald schon im Dezember. Das Unternehmen hat die Meldung bisher nicht bestätigt.

Weitere Artikel

Gleichzeitig holen sich die Kanadier den Apple -Lieferanten Foxconn ins Boot. Beide Unternehmen gehen eine fünfjährige Partnerschaft ein, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits am Donnerstag.

Trotz all der Bemühungen scheint die Rettung von Blackberry nahezu unmöglich geworden. Die ehemals üppigen Barreserven sind fast aufgebraucht. Und auf dem Smartphone- und Markt haben Allianzen wie Google und Samsung oder Microsoft und Nokia den Pionier längst abgehängt.  

Chens letzter Anker bleibt das Geschäft mit abhörsicheren Telefonen. In diesem Segment hat das Unternehmen sich einen Namen gemacht, stellt unter anderem Hochsicherheits-Geräte für die aktuelle Bundesregierung. Eine zahlungskräftige Manager-Kundschaft wird das Unternehmen damit sicher anziehen. Doch ob der Wandel schnell genug geht, bleibt unklar.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%