Umsatzrückgang: Yahoo prüft Abspaltung der Japan-Tochter

Umsatzrückgang: Yahoo prüft Abspaltung der Japan-Tochter

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Das Yahoo ist auf einem Tablet zu sehen.

Gewinneinbruch, Anzeigenschwund und unzufriedene Investoren: Der US-Internetkonzern Yahoo kommt nicht wie gewünscht voran.

Die anhaltenden Probleme im Online-Werbegeschäft haben Yahoo zum Jahresauftakt einen Umsatz- und Gewinnrückgang eingebrockt. Die Erlöse schrumpften um vier Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar und unter dem Strich blieben nur noch 21 Millionen Dollar in der Kasse - ein Einbruch von mehr als 90 Prozent.

Dem Internet-Pionier macht seit Jahren die Dominanz von Google & Co zu schaffen. Konzernchefin Marissa Mayer gelingt es trotz interner Neuerungen und der Übernahme mehrerer Firmen nicht, den Umsatz wieder anzukurbeln. Gleichwohl legte die Yahoo-Aktie am Dienstag nachbörslich 1,4 Prozent zu, nachdem Mayer durchblicken ließ, auch die Beteiligung an Yahoo Japan möglicherweise abzuspalten.

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Auch Mayers jüngster Deal mit Firefox, durch den Yahoo in den USA Google als bevorzugte Suchmaschine in Firefox-Browsern ersetzt, zahlt sich bislang nicht in klingender Münze aus. Zwar stieg der Zugriff über Yahoos Suchmaschine den Konzernangaben zufolge an. Doch schlägt sich das unter dem Strich nicht nieder, weil Yahoo Firefox offenbar viel Geld zahlt. Yahoo selbst hat nicht öffentlich gemacht, was den Konzern der prestigeträchtige Deal kostet.

Hier dominiert Google den Suchmaschinenmarkt

  • Europa

    In Europa hat Google sage und schreibe 92,8 Prozent des Suchmaschinenmarkts inne.„Aussichtsreichster“ Konkurrent ist mit 2,5 Prozent die Microsoft-Suchmaschine Bing, gefolgt von Yahoo mit 2,1 Prozent.

  • Deutschland

    In Deutschland hält Google einen Marktanteil von 94 Prozent. Bing ist auch hier der größte Konkurrent – und liegt weit abgeschlagen mit zwei Prozent Marktanteilen auf Platz zwei. T-Online, eine der am meisten besuchten deutschen Webseiten, hat gerade einmal 1,1 Prozent des Suchmaschinenmarkts inne.

  • Italien

    Google vereint in Italien 95 Prozent der Marktanteile auf sich. Yahoo und Bing verfügen insgesamt über vier Prozent des Markts. Ask, die viertgrößte Suchmaschine der USA nach Google, Yahoo und Bing kommt in Italien auf 0,3 Prozent der Marktanteile.

  • Großbritannien

    Googles Marktmacht ist für Google Verhältnisse relativ gering. Lediglich 90 Prozent des Markts hat der US-Konzern inne. Bing und Yahoo beanspruchen gemeinsam acht Prozent des Markts für sich – für europäische Verhältnisse ein vergleichsweise hoher Wert.

  • Polen

    Polen hat seine eigene Suchmaschine – Onet. Die hält allerdings nur 0,4 Prozent der Marktanteile – Google dagegen kommt auf einen Wert von 97 Prozent. Yahoo und Bing vereinen 1,8 Prozent auf sich.

Mayer steht deshalb seit längerem unter Druck von Yahoo-Aktionären. Im Januar hatte sie zwar angekündigt, Yahoo zu zerlegen, indem die 40 Milliarden Dollar schwere Beteiligung an dem chinesischen Online-Betreiber Alibaba ausgegliedert wird. Ohne Alibaba steht Yahoos Rest mit seinen Email-, Suchmaschinen- und sonstigen Website-Diensten aber vor einer ungewissen Zukunft.

Manchen Investoren wie Starboard Value ging der Schritt zudem nicht weit genug und sie fordern auch die Abspaltung von Yahoo Japan. Dem kam Mayer am Dienstag etwas entgegen und erklärte, Yahoo habe Berater beauftragt, herauszufinden, was "die vielversprechndsten Möglichkeiten" für den Bereich seien. Yahoo hält 35 Prozent an Yahoo Japan. Der Anteil könnte rund neun Milliarden Dollar wert sein.

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