United Internet steigt bei Rocket ein: Samwer-Brüder holen sich weiteren Investor

United Internet steigt bei Rocket ein: Samwer-Brüder holen sich weiteren Investor

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Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet AG steigt bei Rocket Internet ein.

Für Herbst wird ein Börsengang der Berliner Startup-Fabrik Rocket Internet erwartet. Kurz davor holt sich Rocket den zweiten Investor binnen einer Woche ins Boot.

Der Internet-Dienstleister United Internet investiert in großem Stil in den hochgewetteten Börsenkandidaten Rocket Internet. Das Unternehmen aus Montabaur (1&1, GMX) steigt für 435 Millionen Euro mit 10,7 Prozent bei der Beteiligungsholding für junge Internet-Unternehmen der Berliner Samwer-Brüder ein und wird damit deren fünfter Aktionär, wie die Beteiligten am Freitagabend mitteilten. Im Zuge dessen bringen United Internet (UI) und die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer gut 50 weitere Start-up-Firmen mit einer Bewertung von zusammen 255 Millionen Euro in Rocket Internet ein. Das Berliner Unternehmen ist damit nach eigenen Angaben 4,3 Milliarden Euro wert.

Rocket Internet soll Finanzkreisen zufolge noch im Herbst an die Börse gebracht werden. Dabei streben die Gründer Oliver, Marc und Alexander Samwer laut bisherigen Medienberichten einen Firmenwert zwischen drei und fünf Milliarden Euro an. Für die Internet-Händler und Technologie-Beteiligungen von Rocket arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 20.000 Menschen in 100 Ländern. Der Umsatz der Unternehmen wie Zalora, Lazada, Westwing, Home24 und HelloFresh habe 2013 bei mehr als 700 Millionen Euro gelegen. Die Samwers nutzen erprobte Vorbilder als Blaupausen für ihre Internet-Unternehmen und versuchen damit neue Märkte zu erobern. „Ziel ist es, die weltgrößte Internet-Plattform außerhalb Chinas und den USA zu werden“, gibt Rocket Internet als Motto aus.

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Was Sie bei der Preisjagd auf Vergleichsportalen beachten sollten

  • Mehrere Suchmaschinen

    Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern, immer mehrere Suchmaschinen zu benutzen, um den gesamten Markt abzubilden. Vor der Eingabe persönlicher Daten sollten Kunden sich in den Geschäftsbedingungen vergewissern, dass diese nicht an Dritte weitergegeben werden.

  • Reisen

    Wer günstig fliegen möchte, sollte bei Portalen suchen, die reine Preisvergleiche anbieten. Die Stiftung Warentest empfiehlt die Google-Flugsuche oder Swoodoo im Gegensatz zu den digitalen Reisebüros expedia.de oder opodo.de, die eine Provision für die Vermittlung nehmen. Verbraucher sollten den gefundenen Preis dann mit dem Angebot vergleichen, das der jeweilige Reiseanbieter auf seiner Internet-Seite direkt macht. Zusätzlich sollten Kunden darauf achten, welche Leistungen genau im Preis enthalten sind.

  • Stromanbieter

    Bei der Suche nach dem günstigsten Tarif ist bereits bei den Voreinstellungen der Portale Vorsicht geboten, warnt die Verbraucherzentrale NRW: Die seien oft so gewählt, dass bei den vordersten Suchergebnissen Lockangebote landeten von Anbietern, welche für die Vermittlung eine Provision an das Portal zahlen. Um günstige und faire Angebote zu finden, sollten Verbraucher die Häkchen bei den Einstellungen selbst setzen und etwa „Alle Boni und Rabatte in die Gesamtkosten einrechnen“ anklicken und „Alle Tarife“ anzeigen lassen, um den wahren Endpreis zu sehen. Oft stünden wirklich günstige Tarife erst an vierter bis zehnter Stelle. Bei verivox.de etwa werden bei den Suchergebnissen ganz oben Anzeigen von Unternehmen geschaltet, die oft teurer sind als andere Anbieter. Immerhin bietet Verivox aber bei den Voreinstellungen eine „Stiftung-Warentest-Empfehlung“ an. Bei Vorkasse-Tarifen droht bei einer Anbieterpleite Geldverlust.

  • Finanzen

    Bei der Suche nach Tagesgeldzinsen ist wichtig, sich die Konditionen anzuschauen, rät die Verbraucherzentrale NRW: Wie hoch ist die Einlagensicherung? Wann werden die Zinsen gezahlt? Ist die Service-Hotline auf Deutsch und kostenlos? Dies kann bei den Sucheinstellungen berücksichtigt werden.

Der Deal mit United Internet hat eine komplexe Struktur. Der Großteil des Geldes fließt mit 333 Millionen Euro in bar. Der Rest wird über die Beteiligung am Risikokapitalfonds Global Founders Capital eingebracht. United Internet war an diesem Fonds zusammen mit der Anlagegesellschaft der Samwer-Brüder, dem Global Founders Fund, beteiligt.

Im Zuge der Transaktion fließt auch der Samwer-Anteil an Global Founders Capital gegen Ausgabe neuer Aktien in Rocket Internet ein. Danach sollen die Samwer-Brüder über ihren Global Founders Fund einen Anteil von 53,7 Prozent an Rocket halten. Weitere Anteilseigner sind die schwedische Investmentfirma Kinnevik mit 18,5 Prozent und Access Industries des US-Milliardärs Len Blavatnik mit 8,5 Prozent. Der Anteil von PLTD sinkt nach dem neuen Deal auf 8,6 Prozent.

United Internet streicht 70 Millionen Euro ein

Unabhängig von Rocket hatten die Brüder Samwer und UI seit 2007 gemeinsam Minderheitsanteile kleiner junger Unternehmen erworben – von einem Spiele-Entwickler über einen türkischen Lieferdienst bis zu einem indonesischen Reise-Internet-Portal. Auch diese Beteiligungen werden nun in Rocket eingebracht. UI und die private Samwer-Holding Global Founders Fund bekommen dafür neue Rocket-Aktien. Das führe zu einer vereinfachten Firmenstruktur, sagte Oliver Samwer: „Damit führen meine Brüder uns ich alle unsere Aktivitäten im Aufbau und der Finanzierung neuer Firmen in Rocket zusammen.“

Internet Die geheime Macht der Vergleichsportale

Banken und Versicherungen, Energie- und Reiseanbieter müssen sich mit Online-Portalen arrangieren. Goldene Zeiten also für König Kunde? Von wegen.

Quelle: Screenshot

United Internet kann sofort damit einen Buchgewinn von 70 Millionen Euro einstreichen, weil sein Einstiegspreis niedriger als ist die neue Bewertung von Rocket. UI-Gründer und -Vorstandschef Ralph Dommermuth wird auch einer von neun Aufsichtsräten von Rocket Internet. „Unser Investment ist strategischer und langfristiger Natur“, betonte er.

Rocket Internet war 2007 von den Samwer-Brüdern gegründet worden. Das Unternehmen ist hauptsächlich ein sogenannter Internet-Inkubator, der Startups auf den Weg bringt. Zu den Firmen, die unter dem Dach von Rocket groß geworden sind, gehört auch der Modehändler Zalando. Aktuell gehören zum Portfolio über 70 Unternehmen, die in Europa, Asien, Afrika und Südamerika aktiv sind.

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