Unsichere Wirtschaftslage: Ebay spürt Gegenwind aus Europa

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Unsichere Wirtschaftslage: Ebay spürt Gegenwind aus Europa

, aktualisiert 18. Juli 2013, 11:17 Uhr
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Ebay ist mit seinem Wachstum nicht zufrieden.

Ebay ist mit seinen Zahlen unzufrieden. Trotz eines guten zweiten Quartals warnt Firmenchef John Donahoe vor einer Trendwende. Die Börse reagiert nervös.

Die unsichere Wirtschaftslage in manchen Teilen der Welt bremst die Handels-Plattform Ebay. „Wir hatten ein starkes zweites Quartal“, erklärte Firmenchef John Donahoe am Mittwoch am Sitz im kalifornischen San Jose. Gleichzeitig warnte er vor Überschwang: „Der gesamtwirtschaftliche Gegenwind in Europa und Korea stellt auch im zweiten Halbjahr eine Herausforderung dar.“

Diese Aussage ließ die Börsianer aufhorchen. Sie störten sich an dem ihrer Meinung nach zu verhaltenen Ausblick von Ebay auf das laufende dritte Quartal. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als 6 Prozent.

Ebay steigerte im zweiten Quartal den Umsatz um 14 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar (3,0 Mrd Euro). Dazu trug vor allem die Bezahltochter PayPal bei, die doppelt so schnell wuchs wie der Online-Marktplatz. Allerdings legten die Kosten noch rasanter zu, so dass der Gewinn letztlich um 8 Prozent auf 640 Millionen Dollar schrumpfte.

Auf dem Ebay-Marktplatz tummeln sich mittlerweile annähernd 120 Millionen aktive Nutzer, ein Zuwachs von 15 Millionen in einem Jahr. Immer wichtiger wird dabei der Einkauf per Smartphone oder Tablet. „Alle 30 Sekunden wird beispielsweise bei eBay in Deutschland ein Paar Damenschuhe mobil gekauft“, sagt Geschäftsführer Martin Tschopp.

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Während in der Anfangszeit von Ebay zumeist Gebrauchtwaren von Privatleuten angeboten wurden, sind es mittlerweile vor allem Neuwaren von Händlern zu festen Preisen. Ebay lebt dabei von Gebühren für getätigte Geschäfte - im Unterschied zum großen Konkurrenten Amazon. Der Online-Händler tritt auch selbst als Verkäufer auf. Er legt in der kommenden Woche seine Geschäftszahlen vor.

Bei der Handelsplattform wuchs der Umsatz im vergangenen Quartal um zehn Prozent auf zwei Milliarden Dollar, der Wert der getätigten Transaktionen zog um knapp ein Viertel auf 43 Milliarden Dollar an.

Das Geschäft von PayPal wuchs um 20 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Der Bezahldienst hat mittlerweile mehr als 132 Millionen Konten, ein Plus von 19 Millionen binnen eines Jahres. Auch hier sind es Gebühren für Transaktionen, die Ebay das Geld bringen. Drittes Standbein des Konzerns ist der Handelsdienstleister Ebay Enterprise, der beispielsweise Online-Shops für Kunden aufsetzt.

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