US-Chipkonzern: AMD entlässt jeden zehnten Mitarbeiter

US-Chipkonzern: AMD entlässt jeden zehnten Mitarbeiter

, aktualisiert 04. November 2011, 14:45 Uhr
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Ein AMD-Techniker präsentiert einen sogenannten Wafer: Das Unternehmen will jeden zehnten Mitarbeiter entlassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Intel-Konkurrent AMD hat den Boom auf dem Smartphone-Markt verpasst und muss sparen: Der neue Vorstandschef entlässt deswegen weltweit 1200 Angestellte - das sind rund zehn Prozent der gesamten Belegschaft.

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) entlässt weltweit jeden zehnten Mitarbeiter. Der Stellenkahlschlag ist der erste große Strategieentscheidung des neuen Vorstandschefs Rory Read, der den angeschlagenen Konzern seit August führt. Bis Anfang 2012 weist er nun rund 1200 Angestellten die Tür. Zum 1. Oktober beschäftigte AMD rund 12.000 Mitarbeiter.

Read verspricht sich vom Stellenabbau Einsparungen bei den operativen Kosten von 200 Millionen Dollar. Diese will AMD umgehend in die Entwicklung stromsparender Chips, die Expansion in Schwellenländern und in das zukunftsträchtige Geschäft mit der Datenauslagerung - das sogenannte Cloud Computing - investieren. Dabei werden Daten und Programme nicht lokal auf dem PC, Smartphone oder Tablet gespeichert, sondern auf externen Servern.

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Der Intel-Konkurrent hat den Boom bei den mobilen Geräten verpasst und dadurch zuletzt deutlich Marktanteile verloren. Read, der früher bei dem chinesischen Computerkonzern Lenovo tätig war, musste sich etwas einfallen lassen.

Vor dem beruflichen Hintergrund des neuen Chefs sei der Stellenabbau keine Überraschung, sagte Analyst Alex Gauna von JMP Securities nach Bekanntgabe der Pläne am Donnerstagabend. „Zudem ist es genau das, warum man einem Außenseiter einen solchen Posten gibt. Aber die AMD-Probleme reichen deutlich weiter“, fügte er hinzu. Der Konzern hat keinen Fuß im wichtigen Geschäft mit Tablet-Computerns und Smartphones. Zudem machen AMD seit einigen Wochen Produktionsprobleme bei seinem Zulieferer Globalfoundries zu schaffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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